Tennis

Souveräner Titelgewinn

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„Läuft bei Euch“, könnte man den Tennis-Damen von BW Bad Soden zurufen. Sowohl die erste als auch die zweite Mannschaft feierten in der abgelaufenen Medenrunde perfekte Meisterschaften.

„Eigentlich war unser Ziel mit den ersten Damen ein Mittelplatz“, erklärt Manuela Gattermeyer die Ausgangssituation beim Aushängeschild in der Gruppenliga, „nach dem gesicherten Klassenerhalt in der ersten Saison wollten wir uns im zweiten Jahr behaupten“.

Dass sich die junge Mannschaft mit knapp vor oder sogar nach der Jahrtausendwende geborenen Talenten in der Vorsaison weiterentwickelt hatte, war der Jugendwartin bewusst: „Dass es aber so deutlich in Richtung Verbandsliga geht, war natürlich nicht klar.“ Mit guter Stimmung, viel Teamgeist und großem sportlichen Potenzial marschierten Doreen Sicker, Sophie Rachor, Nina Spano, Lilith Hauck, Nadja Gattermeyer, Janina Voss als Stammspielerinnen sowie Mika Menges, Sarah Hecken, Kaitlyn de Haan und Natascha Gattermeyer durch die Saison in der Gruppe 4.

„Das ist ein großer Vorteil, dass wir uns aus einem riesigen Pool von Spielerinnen für die erste und die zweite Mannschaft bedienen konnten“, sagte Manuela Gattermeyer. Die Jugendwartin betont, dass Patrick Elias mit seiner Tennisschule als Trainer einen bemerkenswerten Anteil am starken Unterbau der Damen hat: „Die Mädels spielen schon zusammen, seit sie elf oder zwölf Jahre alt sind.“

So kompensierte das Team die Ausfälle einiger Leistungsträgerinnen, und die Bad Sodenerinnen schwammen auf einer Welle des Erfolgs. Nie gaben sie mehr als ein Match ab. Schon im ersten Aufeinandertreffen mit dem späteren Zweiten der Abschlusstabelle, TGS Bieber, setzten sie ein Zeichen. Der 8:1-Sieg war ein Statement an die Konkurrenz. Vor der Sommerpause hatten auch Walldorf, Rüsselsheim und Dietesheim keine Chance. „Nach der Sommerpause wurde klar, dass es für ganz oben reichen kann“, erinnert sich Gattermeyer. Davor gingen die Bad Sodenerinnen mit großer Lockerheit zur Sache: „Diese Lockerheit war nach dem 9:0-Sieg gegen Bergen-Enkheim erstmal weg. Da haben sich die Mädels dann schon selbst Druck gemacht, weil sie den Aufstieg unbedingt wollten.“ Und obwohl Doreen Sicker und Lilith Hauck fehlten, gewannen die Bad Sodener Damen bei WB Aschaffenburg II mit 9:0. Natascha Gattermeyer und Kaitlyn de Haan waren in die Bresche gesprungen. Die Meisterschaft und der Aufstieg waren perfekt, und im letzten Spiel besiegte Bad Soden die SKG Frankfurt standesgemäßes 9:0.

Auch die Damen II feierten gleich mit, weil sie in der Bezirksliga A mit sechs Siegen aus sechs Spielen Meister wurden und nun Bezirksoberligist sind. „Die Verbandsliga wird für unsere ersten Damen harter Tobak“, richtete die Jugendwartin den Blick nach vorne auf den Sommer 2019. Aber auch in der höheren Liga wollen die Bad Sodenerinnen als Team zusammenbleiben und sich – ähnlich wie vor zwei Jahren in der Gruppenliga – „erstmal akklimatisieren und etablieren“. „Der Klassenerhalt wird natürlich das oberste Ziel sein, und wir werden vielleicht noch ein bis zwei Spielerinnen dazubekommen“, resümiert Manuela Gattermeyer.

(awo)

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