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Talischa Meissner (10) und Alexander Dajczak (9) sind westdeutsche Meister im Hip-Hop geworden.

Junge Hip-Hopper

„Tanzen ist mein Leben!“

Ihre Leidenschaft fürs Tanzen hat bereits mit vier Jahren begonnen. Nun haben sich die 10 Jahre alte Kelkheimerin Talisha Meissner und der 9 Jahre alte Alexander Dajczak in der Kategorie „duo under 12 Beginner“ für die Deutsche Meisterschaft qualifiziert.

„Im Solo war ich nicht so gut“, gibt Alexander Dajczak aus Bad Soden zu. „Dafür lief es im Duo dann besser.“ Mit „besser laufen“ meint der junge Hip-Hop-Tänzer den gemeinsamen Sieg mit seiner Tanzpartnerin Talisha Meissner. Die 10-jährige Kelkheimerin und der 9-jährige Bad Sodener haben sich am 10. März bei den Westdeutschen Meisterschaften in der Kategorie „duo under 12 Beginner“ durchgesetzt. Talisha und Alexander tanzten sich auf den ersten Platz und haben sich somit für die Deutsche Meisterschaft 2018 qualifiziert. Dort treffen sie im April auf die jeweiligen Sieger der Nord- und Süddeutschen Meisterschaften.

Seit einem Monat tanzen die jungen Hip-Hopper als Duo. Trainiert werden sie von Yasmin Reiter, die 2014 den Titel als Westdeutsche Meisterin in der Kategorie Hip Hop Solo ertanzte. Sie weiß: „Für die Kinder bedeutet die Teilnahme an Wettbewerben und Meisterschaften vor allem viel Selbstdisziplin. Sie müssen auch zu Hause üben.“ Das stellt für das junge Duo Alexander und Talisha kein Problem dar. „Talisha ist immer am Tanzen – egal ob beim Einkaufen, beim Essen, einfach überall“, erzählt Mutter Katrin Meissner.

Agnieszka Dajczak erinnert sich: „Alexander hat einmal zu mir gesagt: ’Fußball ist mein Hobby, Tanzen mein Leben’.“ Und Alexander fügt hinzu: „Tanzen geht immer vor. Das Training lasse ich für nichts anderes ausfallen.“ Das ist wichtig, denn die Choreographie muss für den Duo-Auftritt sitzen. Aber noch eine weitere Schwierigkeit gilt es zu meistern: „Die Kinder haben ihre einstudierte Choreographie, aber bei Wettbewerben wissen sie vorher nicht, welches Lied laufen wird. Das heißt, sie müssen spontan reagieren, auf den Partner achten und trotzdem synchron bleiben“, erklärt Katrin Meissner. Das verstärke auch das Lampenfieber. „Erst wenn ich dann am Tanzen bin, vergeht die Aufregung ganz schnell“, erzählt die junge Siegerin Talisha. Mit vier Jahren haben beide angefangen zu tanzen, seitdem sie fünf sind, haben die Schüler Hip Hip-Unterricht.

Doch die Förderung für Kinder im Bereich Hip Hop gibt es noch nicht sehr lange. „Ich wünschte, ich wäre in dem Alter schon so gefördert worden“, sagt Yasmin Reiter. „Früher waren eher Showdance oder andere Richtungen modern.“ Heute sieht das schon ganz anders aus. Seit zwei Jahren etwa gibt es die Tanzschule Urban Movement Studio in den Räumlichkeiten in der Benzstraße 14 im Industriegebiet Münster. Neun Tanzlehrer unterrichten die rund 200 Mitglieder vor allem in den Bereichen Hip-Hop und Breakdance, aber auch Kurse wie Kindertanzen, Showdance, Zumba und Meisterschaftskurse werden angeboten.

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