Die Ordnungspolizei vergibt im Rahmen der aktuellen Kontrollaktion keine Knöllchen, sondern „Denkzettel“.
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Die Ordnungspolizei vergibt im Rahmen der aktuellen Kontrollaktion keine Knöllchen, sondern „Denkzettel“.

Aktion

Ordnungspolizei verstärkt Kontrollen - Parksündern droht ein gelber „Denkzettel“

  • vonBrigitte Kramer
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Die Ordnungspolizei Bad Soden verstärkt ihre Kontrollen. Insbesondere der Parkraum soll besser überwacht werden. Aber auch so gibt es Veränderungen.

Bad Soden - Autofahrer aufgepasst: In den kommenden Tagen sind die Sodener Ordnungspolizisten verstärkt mit wachsamen Augen und zusätzlich mit gelben und grünen Zetteln unterwegs. Wer sein Fahrzeug auf dem Bürgersteig oder Radweg abstellt, Einfahrten zuparkt, Halteverbote missachtet oder seine Parkscheibe nicht auslegt, kann an seiner Windschutzscheibe schnell einen gelben „Denkzettel“ vorfinden. Wer sich hingegen korrekt verhält, dem wird mit „Grün“ signalisiert, dass er die Verkehrsregeln achtet, und er kann sich des Lobes freuen.

Längere Zeit habe sich die Abteilung für Sicherheit, Ordnung und Prävention wegen der Kontrolle der Corona-Maßnahmen und Personalknappheit nicht ausreichend um die Überwachung des Parkraums in der Stadt kümmern können, erklärt Fachbereichsleiter Michael Serba, das wolle man jetzt wieder intensivieren, um allen Teilnehmern Verkehrssicherheit zu gewähren. Allerdings soll diese Aktion nicht überfallartig ablaufen und sich nicht aufs Verteilen von Knöllchen beschränken. „Wir wollen mit dem grünen Zettel, denen entgegenkommen, die sich an die Regeln halten“, betont Serba, „der gelbe hingegen dient als ;Warnhinweis‘, dass die Stadt heute noch einmal ein Auge zudrückt.“ Und wer vergessen habe, seine Parkscheibe auszulegen, dem werde in diesen Tagen sogar eine neue geschenkt. Eine Woche lang werden die Ordnungspolizisten verstärkt im Sodener Innenstadtbereich und im Ortskern von Neuenhain kontrollieren.

Ordnungspolizei will mehr Präsenz in der Stadt zeigen

Die Bürger sollen mit dieser Aktion für zwei Dinge sensibilisiert werden. Einmal werde der ohnehin schleppende Verkehrsfluss in der Stadt durch Falschparker zusätzlich belastet, führt Serba an, obwohl das sanierte Parkhaus am Bahnhof mit seinen 253 Abstellplätzen, einer Stunde kostenlosem Parken und seiner zentralen Lage optimale Parkmöglichkeiten biete. Zum anderen wolle die verantwortliche Abteilung für Sicherheit und Ordnung darauf aufmerksam machen, „dass wir künftig mit einem größeren Team wieder präsenter in der Stadt unterwegs sein werden“.

Tatsächlich wurde die Abteilung unter der Leitung von Annett Putbrese seit März 2021 um fünf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf acht aufgestockt. Das heißt, vier Ordnungspolizistinnen und Ordnungspolizisten sowie eine Verwaltungskraft sind hinzugekommen.

Neuer Streifenwagen für die Ordnungspolizei

Die Ordnungspolizisten wurden nicht nur mit neuen Uniformen, sondern auch mit einem neuen Streifenwagen ausgestattet. „Wir wollen nicht nur sanktionieren“, darauf legt Fachbereichsleiter Serba wert, „sondern mit offenen Ohren und gesprächsbereit in der Stadt unterwegs sein.“ So hätten sich die neuen Kollegen bereits in Geschäften vorgestellt, und um mehr Sicherheit zu gewinnen, seien sie zurzeit im Team mit erfahrenen Kollegen unterwegs.

Die fünf Neuen hätten das „Aufbereitungsprotokoll“ der Abteilung verändert, informiert Serba. Was früher nur sporadisch durchgeführt werden konnte, stehe jetzt im Fokus. So wolle man zukünftig mit dem Streifenwagen nachts mehr Kontrollen durchführen. Im Schichtdienst werden die Ordnungspolizisten tagsüber allein, im Spätdienst bis 1 Uhr nachts zu zweit unterwegs sein. Die Kontrolle in „Feld und Flur“, die von Bürgern immer wieder angemahnt werde, soll im Tagdienst abgedeckt werden. Hundehalter sollen auf die bevorstehende Brutzeit der Wildtiere angesprochen und aufgefordert werden, ihre Vierbeiner an der Leine zu führen. Im Herbst werde der Blick darauf gelenkt, dass die Leute ihre Hecken schneiden. Zu Beginn eines jeden Schuljahres sei es Aufgabe der Ordnungspolizisten, auf die Verkehrssicherheit der Kinder vor den Schulgebäuden zu achten.

Streetworker soll als Ansprechpartner für Jugendliche dienen

Die Stelle für einen Streetworker als Ansprechpartner für Jugendliche sei ausgeschrieben, sichert Serba auf Anfrage zu. Auch die Position eines „Schutzmanns vor Ort“, der dann allerdings als Polizeibeamter des Landes Hessen fungiere, stehe auf der Bedarfsliste der Stadt.

Es sei schwierig gewesen, geeignetes qualifiziertes Personal zu finden, verrät Serba, dessen Fachbereich seit längerer Zeit auf der Suche war. Doch er ist überzeugt, dass die Stadt den Bürgern jetzt mit dem aufgestockten Team, durch stärkere Präsenz und persönliche Gespräche, das notwendige Sicherheitsgefühl vermitteln kann. (Brigitte Kramer)

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