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Vierbeiner sollen frei toben dürfen

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Hundewiesen erfreuen sich großer Beliebtheit. Zuletzt wurde in Hattersheim ein solches Areal eröffnet.
Hundewiesen erfreuen sich großer Beliebtheit. Zuletzt wurde in Hattersheim ein solches Areal eröffnet. © picture-alliance/ dpa/dpaweb

Der Magistrat soll prüfen, ob Flächen für eine Hundewiese in Frage kommen. Der Antrag wurde von der FDP eingebracht.

Bad Soden -Die Landwirte ärgern sich oft erheblich über frei laufende Hunde, denn deren Hinterlassenschaften in Getreidefeldern und Heuwiesen sind mehr als unangenehm. Auch die Jäger haben die bellenden Vierbeiner nicht gerne unkontrolliert im Wald; immer wieder ist von gerissenen Tiere die Rede. Manche Rehe überleben den Winter nicht, wenn sie von Hunden verfolgt und dadurch zu viele Kraftreserven verlieren.

Aber die Hundebesitzer wollen ihren Tieren schon gelegentlich erlauben, auch ohne Leine zu laufen. Ein Ausweg können sogenannte Hundewiesen sein. Das sind eingezäunte Flächen, auf denen es ausdrücklich erlaubt ist, wenn sich Hunde unangeleint bewegen. Alleine im Main-Taunus-Kreis entstanden solche Hundewiesen zuletzt in Eschborn, Hofheim und Hattersheim.

Eine solche Hundewiese wünschen sich die Stadtverordneten auch für Bad Soden. Mit großer Mehrheit wurde der Magistrat beauftragt, zu prüfen, welche Flächen in der Stadt dafür in Frage kommen könnten. Auch soll die Verwaltung ermitteln, mit welchen Kosten zu rechnen wäre.

Der Antrag war von der FDP eingebracht worden. Die Hundewiesen in den Nachbarorten erfreuten sich großer Beliebtheit, haben die Liberalen beobachtet. In Hofheim und Eschborn waren die Wiesen zunächst provisorisch eingerichtet worden, und wenn es nach den Freidemokraten geht, soll dies auch die Vorgehensweise in Bad Soden sein.

In Hattersheim habe es schon Ärger wegen der Hundewiese gegeben, gab Stadtverordnetenvorsteher Helmut Witt zu bedenken. Gemeint ist die Kritik, die vor allem in Internetforen an den Regelungen geäußert wurde. Manchen ist die Wiese dort nicht groß genug und sie finden, dass sie für große Hunde nicht geeignet sei. Andere schimpften über die Öffnungszeiten, die die festgesetzte Mittagspause nicht gut finden.

Es gehe zunächst um eine Prüfung, und in Hofheim und Eschborn funktionierten die Hundewiesen gut, hielt die FDP dagegen. Ganz davon abgesehen weiß niemand, ob die Hattersheimer Kritik nicht vor allem Einzelmeinungen widerspiegelt. Und die Stadt Bad Soden kann diese Äußerungen natürlich bei ihren Prüfungen berücksichtigen. bt

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