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Von außen sieht das mit weißen Planen zugehängte Parkhaus aus wie ein Werk der Verhüllungskünstler Christo und Jeanne-Claude . . .

Modernisierung

Parkhaus-Sanierung: Die weiße Baustelle

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Die Stadt modernisiert seit Februar dieses Jahres ihr Parkhaus. Sie steckt Baukosten von mehr als 3,5 Millionen Euro hinein. Wie geht es voran?

Drinnen ist es so trübe wie draußen. Grau in grau ist der Himmel über Bad Soden, ähnlich geht es im Parkhaus zu, das von weißen Planen umhüllt ist und aussieht wie ein Kunstwerk des Künstlerpaares Christo und Jeanne-Claude. Die beiden hatten im Sommer 1995 den Reichstag in Berlin „verpackt“.

Scheinwerferlicht leuchtet im Sodener Parkhaus die Parkebenen aus, auf denen die Bauarbeiter zugange sind. Auf Baugerüsten stehen Eimer, kleine Kübel und Arbeiter, die am Spachteln und Malen sind. Gerade stehen auch Sanitär- und Elektroarbeiten an. Die Fassade wird eingebaut. „Die Hochdruckwasserstrahl-Arbeiten sind zu 98 Prozent abgeschlossen“, teilten die Pressestelle des Rathauses und Bürgermeister Frank Blasch gestern nach Rücksprache mit ihren Bau- und Planungsfachleuten mit. „Lediglich eine Ebene muss noch partiell gestrahlt werden.“

Seit dem Februar dieses Jahres laufen die umfangreichen Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten am maroden Parkhaus, das sich am Bad Sodener Bahnhof befindet und seither vollständig gesperrt ist. Die Anlieger des Parkhauses haben sich in den vergangenen zehn Monaten daran gewöhnen müssen, dass ohrenbetäubender Lärm in die Umgebung „schwappt“. Nicht nur die Fahrgäste am Busbahnhof und an den Bahnsteigen bekamen häufig den Krach mit. Auch in den Geschäften, im Hotel und in der Kita war unüberhörbar, dass in der Nachbarschaft gehämmert und gebohrt wird. „Wir sind im Terminplan“, versicherte Rathaus-Sprecher Wolfgang Heidecke am Freitag auf Kreisblatt-Anfrage. „Die Eröffnung des Parkhauses ist nach wie vor für den Sommer 2019 vorgesehen.“

Über Weihnachten und „zwischen den Jahren“ ruhen die Arbeiten allerdings. „Ab Montag, 7. Januar 2019, sollen sie wieder aufgenommen werden“, hat der Pressesprecher in Erfahrung gebracht.

Im alten Parkhaus standen mehr als 300 Stellplätze zur Verfügung. Das machte und macht sich im Sodener Zentrum bemerkbar. Das ist im Rathaus bekannt: „Die Parksituation ist zwar schwierig, aber durch die verkürzten Parkzeiten und den Ausweichmöglichkeiten auf dem Süwag-Gelände können meistens Parkplätze gefunden werden, wenn auch nicht immer unmittelbar vor dem gewünschten Ziel. Nach unserer Einschätzung zeigen Bürger und Anwohner viel Verständnis für die notwendigen Arbeiten.“

(ask)

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