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Stefan Wolkenfeld in Aktion mit dem Jugendorchester: Die Gruppe freut sich seit drei Jahren über steten Zuwachs.

Jugendorchester Hornau

Blasmusik kann ziemlich modern sein

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Blasmusik – und angestaubt? Von wegen: Dass die Klänge von Trompete, Klarinette und Co. sehr modern sein können, davon durfte sich ein volles Haus im Vereinssaal überzeugen.

Blasmusik – und angestaubt? Von wegen: Dass die Klänge von Trompete, Klarinette und Co. sehr modern sein können, davon durfte sich ein volles Haus im Vereinssaal überzeugen. Das Jugendorchester Hornau hatte zum Adventskonzert geladen. Dirigent Stefan Wolkenfeld freute sich, dass neben Freunden und Verwandten viele andere interessierte Besucher vorbeigeschaut haben. Und war ganz begeistert, dass bei den Weihnachtsliedern fleißig mitgesungen wurde.

Die gute Resonanz gibt dem Chef der Nachwuchsgruppe des FZH-Blasorchesters recht. Und die Zahlen tun es ebenso: Vor knapp drei Jahren hat Wolkenfeld mit dem Jugendorchester angefangen. Da waren es 12 Musiker, inzwischen sind es 19. „Wir sind ein richtig schönes, kleines Orchester“, betont er. Unter anderem trage hier die Zusammenarbeit mit der Gesamtschule Fischbach Früchte. Gemeinsame Projekte seien weiterhin geplant, berichtet Wolkenfeld – und natürlich sind Schüler von dort willkommen. Das gilt auch für andere Interessenten, die einfach mal reinschnuppern wollen.

Dass es spannend bleibt, dafür sorgte der Dirigent mit der Auswahl seiner Stücke. Gerne stimmt er moderne Töne an, mit denen sich der Nachwuchs auch identifizieren kann. Beim Adventskonzert war es zum Beispiel die Musik aus dem Film „Drachenzähmen leicht gemacht“, zudem Klänge aus dem alten Ägypten und „Adebars Reise“. Nach den Sommerferien haben die Proben dafür begonnen. „Das war das schwerste Konzert, das wir bisher gemacht haben. Ich habe sie ganz schön gekitzelt“, sagt Wolkenfeld. Doch die Musiker seien konzentriert dabei gewesen und hätten „ihre Sache gut gemacht“. Zur Belohnung gab’s bei der Probe am Tag danach eine Runde Pizza – hier hörte sich Wolkenfeld schon erste Vorschläge fürs Konzert 2017 an.

Zwischen 11 und Mitte 20 sind die Musiker alt – zudem gibt es zwei Oldies im Rentenalter. Das Gros der Erwachsenen ist aber im FZH-Orchester dabei, derzeit rund 40 Instrumentalisten. Auch hier schwingt Wolkenfeld den Taktstock, ist mit der Entwicklung ebenfalls sehr zufrieden. Natürlich werde bei Frühschoppen oder Festen klassische Blasmusik gespielt. Doch ebenso gerne baut er moderne Interpreten ein – von Robby Williams über Abba bis zu Andreas Gabalier, der an Fastnacht vom FZH-Team zu hören sein wird.

Das Jugendorchester probt montags von 18.30 bis 19.30 Uhr im Vereinsheim an der Rotebergstraße, das FZH-Orchester mittwochs ab 19.30 Uhr.

(wein)

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