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Aktuelle und ehemalige Vorsitzende des Bremthaler Kleintierzuchtvereins (von links): Joachim Sommer, Jochen Schönian und Thomas Bayer.

Jubiläum

Die Bremthaler Kleintierzüchter feiern Geburtstag

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Die Bremthaler Kleintierzüchter feiern Jubiläum. Vor 50 Jahren wurde der Verein gegründet, das wird am Wochenende mit Festabend und Blasmusik groß gefeiert. Und einen neuen Vorsitzenden gibt es auch.

Im Vereinsheim stehen die Stühle schon bereit, die Tische sind zum Teil bereits dekoriert. Der Zweite Vorsitzende Joachim Sommer lässt noch die Hecke seiner Parzelle schneiden – und den Weg zum Gelände an der Wildsächser Straße will die Stadt in den nächsten Tagen auch noch richtig schottern. Der Kleintierzuchtverein Bremthal putzt sich heraus – und das ist kein Wunder: Denn der Club feiert den goldenen, seinen 50. Geburtstag. Geplant sind am Samstag, 30. Juni, ab 17.30 Uhr ein offizieller Festabend mit Reden und Ehrungen sowie am Sonntag, 1. Juli, die Hinkelskerb mit einem ökumenischen Gottesdienst ab 9.30 Uhr sowie dem Fest danach mit Blasmusik.

Thomas Bayer sieht sich und seine Mannschaft bestens dafür vorbereitet. Der 52-Jährige aus Heftrich ist der neue Vorsitzende des Vereins. Er hat Jochen Schönian abgelöst, der zwölf Jahre Chef und davor noch fünf Jahre „Vize“ war. „Jetzt kommt die Jugend“, flachst Bayer, der ein wenig jünger ist als sein Vorgänger. Dass er den Posten übernehmen würde, kam fast zwangsläufig. Seit 1991 ist er im Verein, seit mehr als 20 Jahren schon der Tätowiermeister für Kanin, zudem der Zuchtwart für die Kaninchen und das Geflügel. Neu an seiner Seite ist der Stellvertreter Joachim Sommer, den Vorstand komplettieren Kassiererin Hannelore Lauer und Schriftführerin Christa Schaust. Insgesamt hat der Kleintierzuchtverein 99 Mitglieder – die 100 zum Jubiläum will Bayer auf jeden Fall voll machen.

Bei unserem Besuch präsentiert er einen kerngesunden Verein mit zufriedenen Mitgliedern. Sommer zeigt stolz seine Loh-Kaninchen, da kommt Francisco Ramirez von gegenüber und präsentiert seine erst zwei Wochen alten Havanna-Langohren, die in diesem Fall noch sehr kurz sind. Das Vereinsleben hat hier einen hohen Freizeitwert, betont Sommer. Die Tiere stehen im Zentrum, ihre Züchter tauschen sich aus, feiern miteinander, schauen WM-Fußball und laden jeden Sonntag die Bremthaler zum Frühschoppen ein. Denn eine richtige Kneipe im Ort fehlt einfach, weiß Bayer.

Nicht nur dafür haben die Mitglieder das Vereinsheim renoviert – mit einigen Eigenleistungen. Dem Chef schwebt schon der nächste kleine Umbau vor. Wenn auch noch der Weg mit vielen Schlaglöchern gemacht wird, dann ist der Verein fast wunschlos glücklich. Alle 13 Parzellen mit 18 Euro Pacht im Monat seien hier belegt, berichtet Bayer stolz. „Wir haben sogar noch Anfragen. Bei anderen Vereinen steht die Hälfte leer.“ Die Kleintierzucht sei oft nicht mehr so gefragt und „stark rückgängig“. Warum? Bayer weiß auch nicht den Grund. Es sei eben ein aufwendiges Hobby, jeder müsste in Normalfall 365 Tage im Jahr für seine Tiere da sein. Nicht ganz so in Bremthal: „Hier haben wir eine gute Nachbarschaftshilfe, der Zusammenhalt ist da“, lobt Bayer, der neben Alaska-Kaninchen auch Geflügel und Tauben züchtet. Dann könne ein Züchter schon auch mal in den Urlaub fahren. Auch bei Arbeitseinsätzen packen viele an, freut sich der Vorsitzende, der über die Brieftauben-Zucht zum Verein kam. „Wir sind eine gesellige Gemeinschaft“, bringt es Schönian auf den Punkt. Er ist nach der Hinkelskerb vor mehr als 20 Jahren hier geblieben, weil die Familie sich eine Parzelle wünschte.

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