Fischbacher Weihnachtsmarkt

Budenzauber mit wiederbelebten Kerbeborsch

Die Rettung der Kerbeborsch kam fast im letzten Moment: Drei neue Mitglieder stießen in diesem Jahr noch hinzu.

Eigentlich wurde damit gerechnet, dass die Fischbacher Kerbeborsch sich komplett auflösen, da die älteren Mitglieder nicht mehr mitmachen wollten. Aber jetzt hat sich doch alles verändert. Drei neue Kerbeborsch sind nun dazu gestoßen, und einen Stand für Getränke (unter anderem heißer Apfelwein, Glühwein, Kakao mit oder ohne Schuss) hat die Truppe beim Fischbacher Weihnachtsmarkt am Wochenende auch reserviert. Schon vor Wochen haben die 14 Kerbeborsch zusammen mit dem Kerbeverein mit den Vorbereitungen des Weihnachtsmarktes begonnen.

65 verschiedene Stände gibt es am Samstag, 2. Dezember, von 15 bis 22 Uhr sowie am Sonntag, 3. Dezember, von 11 bis 21 Uhr. Der Kerbeverein als Ausrichter sorgt für eine große Auswahl an Leckereien und Geschenkideen. Auch die kleinen Besucher werden nicht außen vor gelassen, am Sonntag wird ein Weihnachtsmann den Markt besuchen und für die Kinder Geschenke verteilen.

Die Bäume geholt

Obwohl die Stände in ihren Einzelteilen erst vergangenen Samstag geholt und diesen Mittwoch aufgebaut wurden, haben die „neuen“ Kerbeborsch schon reichlich geplant. Getränkelisten wurden erstellt, Dienstpläne wurden festgelegt und Termine vereinbart, wann, wo und wer Verschiedenes für die Vorbereitungen einkaufen soll.

Und an einem Samstag haben sich die Kerbeborsch zusammen mit dem Kerbeverein in Fischbach getroffen, um gemeinsam die Bäume und Tannenreißer für den Weihnachtsmarkt zu holen. Um 10 Uhr ging es los. Aber schon früh morgens hat Stefan Gunkel, Mitglied des Kerbevereins Fischbach, alle Bäume gefällt, damit sie die Helfer später nur noch aufsammeln und abtransportieren mussten.

„Es hat auf jeden Fall Spaß gemacht, die Bäume und Tannenreißer für den Weihnachtsmarkt zu holen“, erzählt Robin Sommer. Seit diesem Jahr ist er einer der drei neuen Kerbeborsch in Fischbach. „Es war anstrengend, bei dieser Kälte zu arbeiten, aber da genug mitgeholfen haben, ging das alles ratzfatz.“

Unglaublich fertig

Und auch jetzt am vergangenen Wochenende waren der Kerbeverein und die Kerbeborsch haben fleißig gearbeitet. Wieder wurde sich früh getroffen, um die Einzelteile der Hütten auszuräumen und bereitzustellen, damit sie am Mittwoch aufgebaut werden konnten. „Wir waren alle nach den Aufbauarbeiten unglaublich fertig, es war jedes Mal kalt und natürlich auch anstrengend, immer hin und her zu laufen, um die Einzelteile an die richtigen Stellen zu bringen. Aber ich bin mir sicher, die Mühe lohnt sich, und der Weihnachtsmarkt wird bei den Leuten gut ankommen“, sagt Maya Straße, die genau wie Robin Sommer eine der Neuen ist. Und auch der Kerbeverein ist froh, dass die Kerbeborsch in Fischbach weiter bestehen. Schon vor der Kerb im September hatte es eng ausgesehen, die Truppe konnte quasi im letzten Moment gerettet werden.

Natürlich hoffen die Kerbeborsch, auf dem Weihnachtsmarkt neue Mitglieder zu finden: „Es wäre unglaublich traurig, wenn es irgendwann keine Kerbeborsch mehr in Fischbach geben würde.“

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