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Applaus für Axel Wintermeyer von Norbert Altenkamp und seiner Frau Corinna. Martin Heipertz (rechts) ist zurückhaltender. mkn

Tag nach der Wahl

Bundestagsdirektkandidat: Altenkamp startet durch und Heipertz steht bereit

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Am Tag nach der Wahl von Norbert Altenkamp zum Bundestagsdirektkandidaten war weniger dieser Erfolg ein Thema. Vielmehr wurde das gute Abschneiden seines Mitbewerbers herausgestellt.

Martin Heipertz hat zumindest ein wenig Unruhe in die Kreis-CDU gebracht. Erst mit seiner Bewerbung um die Bundestagskandidatur, dann mit den zahlreichen Stimmen, die er am Mittwochabend bei der Delegiertenversammlung in der Hofheimer Stadthalle bekam. 83 der 187 Delegierten, die wahlberechtigt waren, hatten – wir berichteten – für Heipertz gestimmt. Das sind immerhin 44,4 Prozent der Abgeordneten.

Unbeantwortet ist derweil die Frage nach dem Warum. Warum haben sich so viele dem Vorstand verweigert?. Noch bei der Vorstellung der Kandidaten schien die Sache eindeutig: reichlich Beifall für Altenkamp, verhaltener Applaus für Heipertz. Es hat sich außer den Kelkheimern und den Königsteinern kaum einer getraut, analysierte direkt nach der Wahl ein Delegierter. Bei der geheimen Wahl sei dann jedoch der schwelende Unmut gegenüber der Parteispitze zutage getreten.

Das überraschend knappe Ergebnis sei vor allem ein Schuss vor den Bug von Kreischef Axel Wintermeyer und seinen Stellvertretern Frank Blasch (Bad Soden), Eva Söllner (Liederbach), Christiane Heßling (Kelkheim) und Marcus Reif (Flörsheim) gewesen, hieß es gestern in CDU-Kreisen; aber natürlich nur inoffiziell und anonym. Offenen Streit soll es nicht geben.

Norbert Altenkamp hatte noch am Mittwochabend mit Ehefrau Corinna und einigen Sodener Parteifreunden auf seinen Erfolg angestoßen. Der Bad Sodener Bürgermeister will nun bei verschiedenen Parteiveranstaltungen im Wahlkreis „Einigkeit herstellen“, um einen „gemeinsamen Wahlkampf vorzubereiten“. Er will zudem beispielsweise zum Grünkohlessen der CDU Kronberg gehen sowie verschiedene Weihnachtsmärkte besuchen.

Martin Heipertz ist gestern zurück zu seiner Familie nach Berlin gefahren. Morgen wird er wieder seine Arbeit als Leiter des Referats „Grundsatzfragen der europäischen Politik“ im Bundesfinanzministerium aufnehmen. In einer Pressemitteilung gratulierte er noch einmal Norbert Altenkamp und bedankte sich bei den Delegierten, die für ihn gestimmt haben, sowie bei seinem „großartigen Team #MTK2017“.

Zudem hieß es: „Mein Team und ich stehen der CDU Hessen für weitere Aufgaben zur Verfügung.“ Das sind „sehr gute junge Leute“, versicherte er im Gespräch mit dem Kreisblatt. Zu dem Team gehören Kampagnenleiter Luca Rath und Florian Hauptvogel, Schriftführer des Virtuellen Netzwerks der CDU Hessen, dem Heipertz vorsteht. Zudem Constantin Schüßler, der ihn zu digitalen Kampagnen beraten habe, Jörg Christmann aus Kelkheim sowie dessen Vater Helmut, Johann von Behr sowie von der Jungen Union in Königstein Linnèa Piendel und Nils Schulze-Brüggemann, die sich in Sozialen Medien gut auskennen. Ob und mit welcher Aufgabe sie in der Hessen-CDU demnächst mitmischen, werde sich noch zeigen, sagt Martin Heipertz.

(dmk)

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