Bettina Stark-Watzinger steht an der Spitze der ?drei Edelsteine?, die die Bezirks-FDP als Kandidaten für die Landesliste ins Rennen schickt.
+
Bettina Stark-Watzinger steht an der Spitze der ?drei Edelsteine?, die die Bezirks-FDP als Kandidaten für die Landesliste ins Rennen schickt.

Bettina Stark-Watzinger (FDP)

Diesmal will sie den Einzug in den Bundestag schaffen

  • Dirk Müller-Kästner
    vonDirk Müller-Kästner
    schließen

Beim Bezirksparteitag hatte die Bad Sodenerin Bettina Stark-Watzinger ein Heimspiel und wurde Spitzenkandidatin für Westhessen-Nassau. Damit ist die Liberale aber noch lange nicht „durch“.

Geht alles nach Plan der jeweiligen Parteien, ziehen bei der Bundestagswahl im September zwei Bad Sodener für den Main-Taunus-Kreis in den Deutschen Bundestag ein: Nach Noch-Bürgermeister Norbert Altenkamp, der als Direktkandidat der CDU antritt und dem beste Chancen eingeräumt werden, darf sich zusätzlich auch Bettina Stark-Watzinger Hoffnungen machen, über die FDP-Liste in den Bundestag einzuziehen – nachdem es 2009 und 2013 nicht geklappt hatte.

Am Dienstagabend wurde die 48 Jahre alte Bad Sodenerin beim Bezirksparteitag erneut als Spitzenkandidatin des FDP-Bezirksverbands Westhessen-Nassau nominiert. Einstimmig stellten sich die Liberalen im Mehrzwecksaal der Hasselgrundhalle hinter die stellvertretende Landesvorsitzende. Nun kommt es darauf an, auf welchen Platz sie es auf der Landesliste der FDP schafft.

Beim Ringen um einen „sicheren“ Listenplatz werde der FDP-Bezirk auch „Kampfkandidaturen nicht scheuen“, so Bezirksvorsitzende Marion Schardt-Sauer. Ulrich Liehr, Regionalbeauftragter der FDP-Landtagsfraktion für Westhessen-Nassau, erwartet aber, dass es Stark-Watzinger beim Parteitag Mitte März auf Platz 3 der Landesliste schafft; hinter Hessens früherer Kultusministerin Nicola Beer sowie dem Landesvorsitzenden Stefan Ruppert.

Bettina Stark-Watzinger, Fraktionschefin der Sodener FDP sowie Kreistagsabgeordnete, übte in ihrer Vorstellungsrede harsche Kritik an der Landes- wie an der Bundesregierung und forderte ein neues Verhältnis von Bürgern und Staat. Die Sorgen und Ängste der Bürger müssten ernstgenommen werden. Sie unterstützt Kameraüberwachung, sagt aber nein zum gläsernen Bürger. Stark-Watzinger vermisst den Willen zum Ausbau des Breitbandnetzes, will die „Mittelstandsecke“ entlasten und fordert schließlich Investitionen in „Bildung, Bildung, Bildung“.

Beim Thema Bildung erlitt Stark-Watzinger wenige Minuten nach ihrer Nominierung dann aber schon ihren ersten Schiffbruch. Sie hatte einen Antrag eingebracht über den die Landesregierung aufgefordert werden soll, Lehrern Leistungszulagen zu gewähren. Die anwesenden Liberalen konnten sich allerdings nicht vorstellen, wie diese Zulagen errechnet werden können. Es gebe kein Bewertungssystem, das nicht anfechtbar sei. Der Antrag wurde schließlich in den Landesfachausschuss verwiesen.

So blieb noch der Antrag zur Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Die Bezirks-Liberalen einigten sich auf die Forderung die „bisherigen 23 öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten in eine Sendeanstalt“ zusammenzulegen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare