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Milkica Romic

Drei West-Nachrücker in den Römer

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Drei Genossen aus dem Frankfurter Westen rücken nach der Wahl des haupt- und ehrenamtlichen Magistrats in die Stadtverordnetenversammlung nach. Das bringt auch Veränderungen im Ortsbeirat 6.

Die SPD im Frankfurter Westen hat ihre Position im Römer weiter gestärkt, denn mit der Wahl der Dezernenten und der ehrenamtlichen Stadträte sind drei Genossen aus dem Frankfurter Westen in den Römer nachgerückt: Hubert Schmitt, Milkica Romic und Birgit Puttendörfer. Direkt in die Stadtverordnetenversammlung gewählt worden waren im März bei der Kommunalwahl Sieghard Pawlik aus Sindlingen und Roger Podstatny von der SPD Sossenheim. „Die Position der SPD im Römer wurde noch einmal gestärkt“, freut sich Podstatny über die neuen Kollegen in der Stadtverordnetenversammlung.

Petra Scharf von der Höchster SPD ist knapp am Nachrücker-Mandat vorbeigeschrammt: Hätte die SPD und nicht die CDU den letzten Sitz im ehrenamtlichen Stadtrat bei der Verlosung am Donnerstagabend gewonnen, wäre auch die frühere Höchster Kinderbeauftragte Stadtverordnete im Römer geworden.

Die Nachrücker tragen gewichtige Interessen des Westens in den Römer. Sie sind in ihren Stadtteilen gut vernetzt; zwei von ihnen sind in den Vorständen der Vereinsringe ihrer Stadtteile, etwa die Rechtsanwältin Milkica Romic, die seit diesem Jahr 2. Vorsitzende des Vereinsrings Nied ist. Sie führt seit 2010 die Nieder SPD. Milkica Romic hat 1997 im Friedrich-Dessauer-Gymnasium ihr Abitur abgelegt und an der Goethe-Universität Rechtswissenschaften studiert. Sie ist Fachanwältin für Familienrecht, verheiratet und Mutter. In der SPD ist sie seit 2005. Romic gehört zu den hartnäckigsten Befürwortern eines Gymnasiums für Nied. Ein politisches Mandat im Ortsbeirat oder einem anderen Gremium hatte sie bislang nicht inne.

Anders bei Hubert Schmitt und Birgit Puttendörfer: Beide sitzen als gewählte Vertreter der Bürger im Ortsbeirat 6 (Frankfurter Westen). Der Berufsschullehrer Schmitt, gelernter Eisenbahner, in Nied aufgewachsen und inzwischen Unterliederbacher, ist seit 1997 Mitglied der SPD-Fraktion im Ortsbeirat, deren Vorsitz er auch innehat. Schmitt ist in der Nachfolge des langjährigen CDU-Stadtverordneten Karl Leo Schneeweis auch Vorsitzender des Vereinsrings Unterliederbach.

Birgit Puttendörfer, Vorsitzende der Griesheimer SPD, ist erst seit der aktuellen Wahlperiode Mitglied des Ortsbeirats 6. Die Anwalts- und Notariatsgehilfin, die seit 2011 bei der Griesheimer SPD ist, war zuvor von 1985 bis 2010 im Vorstand der SPD Westend und im Ortsbeirat 2 (Bockenheim, Kuhwald, Westend) politisch aktiv. Zu ihren Hauptthemen in Griesheim gehörte bislang der barrierefreie Umbau des Bahnhofs und die Stadtentwicklung in Griesheim-Mitte.

Hubert Schmitt und Birgit Puttendörfer werden ihre Mandate im Ortsbeirat 6 niederlegen, um sich voll und ganz der Arbeit in der Stadtverordnetenversammlung zu widmen. Sie sind in der Nacht zum Freitag im Römer bereits in ihr neues Amt eingeführt worden. Doch die frei werdenden Plätze im Ortsbeirat 6 müssen wieder besetzt werden, auch wenn das Stadtteilgremium sich bereits im Mai konstituiert hatte. Für Schmitt und Puttendörfer rücken Natascha Stojanovic von der SPD Schwanheim-Goldstein – die Schwester von Milkica Romic – und Alexander Schott von der SPD Unterliederbach in den Ortsbeirat 6 nach. Stojanovic und Schott hatten auf der Ortsbeirats-Liste der SPD die Plätze 8 und 9 inne, waren also nur knapp nicht direkt in den Ortsbeirat gewählt worden

Mit dem Abgang Hubert Schmitts wird aber auch der Posten des oder der Fraktionsvorsitzenden der SPD im Ortsbeirat 6 vakant. Im Gespräch ist Petra Scharf, von 2001 bis 2011 Kinderbeauftragte in Höchst und seitdem – also seit etwas über einer Legislaturperiode – Mitglied des Ortsbeirats. Die Projektingenieurin im Industriepark Höchst, Mutter zweier „großer“ Kinder, setzt sich für Kinderrechte, Bildung, Schule und Betreuung, ökologischen Verkehr und Energie sowie für gleiche Teilhabe ein.

„Wir werden das Amt demnächst in einer Wahl innerhalb der Fraktion besetzen“, sagt Petra Scharf. Erfahrener in der Stadtteilpolitik ist der Goldsteiner SPD-Vertreter Michael Wanka, der allerdings bereits seit der vorigen Legislaturperiode im Amt des Stellvertretenden Ortsvorstehers ist. Ortsvorsteherin ist seit dieser Legislaturperiode die Sossenheimerin Susanne Ronneburg (CDU), die einvernehmlich von allen Fraktionen gewählt worden war.

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