Ehrlich-Schule: Sanierung ab 2019?

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Seit fast zehn Jahren engagieren sich die Jugend- und Auszubildendenvertretung und der Betriebsrat der Sanofi-Aventis Deutschland GmbH dafür, dass die bauliche Situation an der Paul-Ehrlich-Schule verbessert wird. Jetzt zeichnet sich ein Beginn der Sanierungsmaßnahmen im Jahr 2019 ab.

Vor Jahren überlegte man gar, die Schule abzureißen und neu zu bauen. „Der bauliche Zustand des Schulgebäudes lässt vieles zu wünschen übrig. Als Negativ-Beispiele sind die sanitären Anlagen, die Heizung und die Dämmung der Fenster zu nennen, die dringend erneuert werden müssen“, sagte die Vorsitzende der Jugend- und Auszubildendenvertretung, Vanessa Pruss, über den Zustand der Paul-Ehrlich-Schule, und Sanofi-Betriebsrat Bernd Scheu pflichtet ihr bei: Der Zustand der Schule ist katastrophal. Und das wurmt die Auszubildenden-Vertreterin Pruss: Die Paul-Ehrlich-Schule in der Brüningstraße ist die hessenweit größte Berufsschule im Bereich Chemie-, Physik- und Biologietechnik und leistet wichtige Ausbildungsdienste für die Unternehmen im Industriepark Höchst, insbesondere auch für Sanofi. Daher hatte die Arbeitnehmervertretung in zahlreichen Aktionen und Gesprächen um Unterstützung für eine baldige Sanierung geworben.

Neben Umfragen unter den Berufsschülern und Beratungen auf gewerkschaftlicher Ebene wurden Gespräche mit Landtagsabgeordneten, Stadtverordneten und Mitgliedern des Ortsbeirats 6 geführt (wir berichteten). Aktuell hatte der Ortsbeirat 6 (Frankfurter Westen) zwei Anträge verabschiedet und den Magistrat um Informationen über die geplanten Sanierungsmaßnahmen gebeten und einen Zeitplan gefordert. Nun wird in der kommenden auch Oberbürgermeister Peter Feldmann die Schule besuchen, um sich vom schlechten baulichen Zustand überzeugen – und, so hoffen Pruss und Scheu, die Angelegenheit in den Magistrat einzubringen, damit den Worten auch Taten folgen.

„Nach dieser langen Zeit scheint die Arbeit nun endlich erste Früchte zu tragen. Die Sanierung der Paul-Ehrlich-Schule steht jetzt, nach den Kommunalwahlen, auch im Frankfurter Koalitionsvertrag zwischen CDU, SPD und den Grünen“, freuen sich Pruss und Scheu. „Das Bildungsdezernat hat die Planung der Sanierung für Mitte 2017 angesetzt, und die Maßnahme soll 2019 begonnen werden. Die Jugendvertretung und der Betriebsrat werden im Auge behalten, ob die politisch Verantwortlichen sich an ihre Aussagen halten werden.“

Unabhängig vom baulichen Zustand der Schule sehen die Interessenvertreter der Arbeitnehmer weitere Themen, die allerdings in den Zuständigkeitsbereich des Kultusministeriums, also der Landesregierung fallen: Es mangelt an Berufsschullehrern; viele offene Stellen können nicht besetzt werden. In einigen Berufszweigen kann Fachunterricht nur mit Unterstützung und Engagement aus den Unternehmen sichergestellt werden. Der Quereinstieg für Experten aus der Industrie ist schwierig und finanziell nicht sehr attraktiv. Da gilt es nachzubessern, damit die Qualität der dualen Berufsausbildung künftig nicht gefährdet wird, sagt Vanessa Pruss.

(hv)

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