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Alexander Simon (rechts) und Ehefrau Kim jubeln, als die ersten Ergebnisse aus den Wahllokalen auf der Leinwand erscheinen. Schnell steht fest, das Simon wiedergewählt wurde.

Wahl

Bürgermeisterwahl in Eppstein: Der Sieger heißt Simon

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Die Eppsteiner haben Amtsinhaber Alexander Simon (CDU) erneut zum Bürgermeister gewählt. Simon setzte sich mit 70,9 Prozent klar gegen die FDP-Herausforderin Nadja Gneupel durch. Die Wahlbeteiligung lag bei 67 Prozent

Eppstein - Der pinkfarbene Blumenstrauß für Nadja Gneupel war schon auf dem Bistro-Tischchen platziert, bevor die FDP-Kandidatin gegen 19 Uhr in den Bürgersaals kam - fast auf den Punkt genau, als das Ergebnis des ersten Wahllokals auf der großen Leinwand erschien. 34 Prozent der Stimmen konnte sie in im Wahlbezirk Rathaus II für sich verbuchen, der Amtsinhaber Alexander Simon (CDU) 66 Prozent. Der kam eine halbe Stunde später. Da hatte sich der Trend gefestigt und ein freudestrahlender Alexander Simon wurde von seinen Parteikollegen und CDU-Amtskollegen aus dem Kreis mit Applaus empfangen.

"Zufrieden" war das Wort, das an diesem Abend am häufigsten fiel. Nicht nur beim Wahlsieger, den seine Herausforderin sogleich mit fairem Handschlag beglückwünschte.

Zufrieden waren sie alle: Die Eppsteiner CDU - allen voran Fraktionschef Christian Heinz, für den das Ergebnis "eigentlich keine Überraschung ist, denn wir haben besonders in den letzten Tagen des Wahlkampfs rundum positives Feedback bekommen. Die Menschen bin Eppstein sind sehr zufrieden mit der Arbeit von Alexander Simon - und dies dokumentiert das Ergebnis."

"Sehr zufrieden, glücklich und froh, dass der zum Schluss doch anstrengende Wahlkampf vorbei ist", beschreibt der Wahlsieger seine Gefühle und gesteht: "Ja, ich war schon ein bisschen aufgeregt." Seiner Mitbewerberin bescheinigt er "einen fairen Wahlkampf" geführt zu haben. Davon indes nimmt er die SPD aus, die die FDP-Kandidatin unterstützte und in der letzte heißen Phase des Wahlkampfs "nicht immer fair war, sondern mit einer Kampagne startete, die teils unter die Gürtellinie ging."

Doch das ist nun fast Schnee von gestern. Stattdessen nimmt Simon die Glückwünsche "seiner drei Frauen" - Ehefrau Kim, Mama Anita und Schwester Katharina, die gerade als Wahlhelferin vom Auszählen in Bremthal zurückgekommen ist, - entgegen. Töchterchen Louisa wird erst heute Morgen erfahren, dass ihr Papa gewonnen hat - sie schlummert an diesem Abend längst im Bettchen unter der Obhut von Oma und Opa.

Glückwünsche hagelt es auch für die Unterlegene, die mit 29,1 Prozent ein respektables Ergebnis erzielt hat, wie ihr nicht nur die SPD-Stadtverordnete Marion Kütemeyer bescheinigt. "Das war ein guter Anfang", meint die FDP-Ortsvorsitzende Bärbel Oetken und deutet damit an, was eine zufriedene Nadja Gneupel bestätigt: "Ich kann mir vorstellen, in sechs Jahren noch mal anzutreten."

Apropos Zukunft: Die städtebauliche Entwicklung des Ortskerns Vockenhausen nennt Alexander Simon als wichtigstes Projekt seiner neuen Amtszeit, die am 15. November beginnt. Im gleichen Atemzug fügt er an: "Und natürlich hat der Bau eines neuen Kindergartens Priorität, der die Containerlösung ersetzen soll, mit dem wir auf den aktuellen Mangel von 70 Kitaplätzen reagieren."

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