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In den Panoramablick, den man von der Aussichtsplattform am Kaisertempel genießt, hat sich Nadja Gneupel schon verliebt, bevor sie nach Eppstein gezogen ist.

Bürgermeisterwahl

FDP-Bewerberin Nadja Gneupel erholt sich gern in der Natur

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Bei der Bürgermeisterwahl am 26. Mai gibt es zwei Bewerber. Wir treffen sie an ihrem Lieblingsort in Eppstein und stellen sie von ihrer privaten Seite vor. Den Anfang macht die gemeinsame Kandidatin von FDP und SPD, Nadja Gneupel.

Eppstein - Nadja Gneupel muss nicht lange überlegen, wenn sie nach ihrem Lieblingsort in der Burgstadt gefragt wird. "Ich liebe den Kaisertempel. Der Panoramablick ist sensationell, man ist mitten in der Natur, und man entdeckt jedes Mal wieder etwas Neues." Bevor sie sich vor zehn Jahren gemeinsam mit ihrem Partner entschied, nach Eppstein zu ziehen, "war ich zum ersten Mal hier oben, und war schlicht beeindruckt von der Aussicht". Von diesem Moment an war für die gebürtige Thüringerin klar, dass Eppstein ihre neue Heimat werden sollte. Inzwischen kennt sie fast jeden Weg zum Kaisertempel. Den mit dem Auto nimmt sie heute furchtlos, "anfangs hatte ich, wie jeder, der zum ersten Mal hier hoch fährt, Respekt vor den engen Kurven". Heute kurvt sie flott mit ihrem geräumigen Kombi hier hoch - auch wenn sie erst vor kurzem vom wendigen Kleinwagen umgestiegen ist. Aus gutem Grund: Ende August erwartet die energische Widder-Frau, die vor kurzem ihren 33. Geburtstag feierte, ihr erstes Kind. "Da haben wir uns natürlich eine Familienkutsche angeschafft. Und alle Freunde haben gleich gefragt, ob wir Nachwuchs bekommen, obwohl wir keinem etwas erzählt hatten", lacht die naturverbundene Bürgermeisterkandidatin, die "schon als Kind gern im Wald ",herumgestromert" ist.

Am liebsten erkundet sie das Areal rund um den Kaisertempel allerdings per pedes. Beispielsweise nach dem Job. Die studierte Verwaltungsfachwirtin, die seit 2008 im Hofheimer Kreishaus arbeitet und für die Flüchtlings-Koordination zuständig ist, entspannt beim Joggen. Da hat sie es schon beim Frankfurter Marathon ins Ziel geschafft, inzwischen aber "ist ein etwas gemäßigteres Tempo angesagt und Schwangerschafts-Yoga", meint sie mit Blick auf ihren Babybauch. Auch auf ausgedehnte Motorradtouren, die sie gern als Sozia mit ihrem Verlobten unternimmt, verzichtet sie nun erst mal.

Ohnehin bleibt ihr wegen des Wahlkampfs wenig Zeit für Privates. In den kommenden Wochen hat sie sich ein strammes Programm vorgenommen, um die Eppsteiner zu überzeugen, dass sie die richtige Wahl für den Chefsessel im Rathaus ist. Hausbesuche und unzählige Aktionen gehören dazu - am kommenden Freitag beispielsweise wird sie von 14 Uhr an auf dem Wochenmarkt Schmalzbrote zugunsten des neuen Naturkindergartens verkaufen.

Mehr Zeit fürs Familienleben bleibt nach dem 26. Mai. Egal, wie die Bürgermeisterwahl für sie ausgeht: Im Juni wird sie ihren langjährigen Verlobten heiraten. "Leider nicht in der Kemenate der Burg - diese Termine waren schon ausgebucht, sondern auf dem Kelkheimer Standesamt", verrät die Liberale, die 2009 in die FDP eingetreten ist, Vorsitzende der Jungen Liberalen Main-Taunus war und seit 2015 in der Stadtverordnetenversammlung sitzt. Das politische Engagement hängt mit der Liebe zur Burgstadt zusammen: "Eppstein ist meine Heimat geworden. Deshalb mache ich mich für Eppstein stark", sagt Nadja Gneupel, die sich inzwischen auch daran gewöhnt hat, "dass ich überall erkannt und angesprochen werde". Nicht nur auf die Wahlplakate, die seit wenigen Tagen hängen, sondern auch auf ihren Nachwuchs, der sich schon "energisch bemerkbar macht", wie sie gesteht. "Ich glaube, das wird mal eine ganz temperamentvolle kleine Dame", verrät sie nebenbei, dass es mit 99-prozentiger Sicherheit ein Mädchen wird.

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