Die Altstadt von Eppstein, die "Perle im Taunus".
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Die Altstadt von Eppstein, die "Perle im Taunus".

Land gibt Geld an Kommunen

250 000 Euro für die Altstadt

Eppstein bekommt die Höchstsumme des hessischen Programms "Zukunft Innenstadt". Was wird damit nun geschehen? Die Bürger dürfen sich einbringen.

Eppstein -"Das ist der Verdienst unserer Bürgerschaft", freut sich Bürgermeister Alexander Simon. Das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Wohnen hat die Preisträger des Landesprogramms Zukunft Innenstadt jetzt bekanntgegeben, wie die Stadt mitteilt. Eppstein ist mit seiner Altstadt darunter und erhält eine Viertelmillion Euro für Projekte im Bereich des historischen Ortskerns.

Die Stadt hatte sich rechtzeitig und sehr ausführlich mit einem 33-seitigen Antragspapier mit zahlreichen Maßnahmen beworben. Wie die 250 000 Euro Fördergelder eingesetzt werden, wolle man nun in Ruhe mit der Bürgerschaft und den politischen Gremien erörtern. Ziel des Landesprogramms ist es, die Kommunen dabei zu unterstützen, zusammen mit den Akteuren vor Ort kreative und nachhaltige Lösungsansätze zu entwickeln, um ihre Innenstädte neu zu denken und zu gestalten.

"Erfolg der ganzen Bürgerschaft"

"Dieser Erfolg ist auf eine hervorragende und vorbildliche Gemeinschaftsarbeit mit unserer Bürgerschaft zurückzuführen", ist Bürgermeister Alexander Simon voll des Lobes für die Unterstützung und die kreativen Ideen aus der Bevölkerung. Formal war zwar die Stadt Antragstellerin, doch lautet der Antrag aus Eppstein konkret: Antrag der Burgstadt Eppstein mit ihrer Bürgerschaft. Deshalb wurde der Antrag auch nicht nur vom Bürgermeister und der Ersten Stadträtin unterzeichnet, sondern stellvertretend für die politischen Gremien auch von Stadtverordnetenvorsteher Bernhard Heinz und Ortsvorsteherin Eva Waitzendorfer-Braun. Zudem hatten der Eppsteiner Gewerbeverein Industrie Handel und Handwerk (IHH), die evangelische Talkirchengemeinde und die Initiative "Eppstein lebt!" mitgewirkt. Deshalb haben mit Markus Rösmann (Vorsitzender IHH), Heike Schuffenhauer (Pfarrerin Talkirchengemeinde) sowie Gabriele Erschens-Walldorf, Ricarda und Enrico Prinz, Peter Arnold, Christine Baldt, Dr. Bertold Picard, Gottfried Hilz-Ward und Dorothea Lindenberg (Initiative "Eppstein lebt!") weitere Personen unterzeichnet. Bereits der Antrag sollte so dem unermüdlichen ehrenamtlichen Engagement der Bürgerschaft gewidmet werden, schreibt die Stadt.

"Ich freue mich", lässt der Rathauschef der Burgstadt wissen. "Heute ist ein guter Tag für Eppstein", so Simon weiter. Eppstein sei die Perle im Taunus, aber auch diese benötige von Zeit zu Zeit eine Politur. "Hier leben engagierte Menschen, die sich um das Wohlergehen der örtlichen Gemeinschaft kümmern", so der Bürgermeister. Der Dank gelte allen, die viele Stunden mit der Ideensammlung, der Konzeptentwicklung und der Koordination verbracht haben.

31 Ideen gibt es bereits

Im Verbund eines kommunalen Gemeinwesens nähmen die Menschen im Ort wichtige soziale, kulturelle, sportliche und gesellschaftliche Aufgaben wahr und bildeten das Fundament eines vielfältigen und gemeinschaftsorientierten öffentlichen Lebens. "Ich bin sicher, beim Ministerium hat man diesen bürgerschaftlichen Elan gespürt", so Simon.

Mit dem nachfolgenden Förderantrag hatte sich die Burgstadt Eppstein mit ihrer Bürgerschaft für das Landesprogramm Zukunft Innenstadt und das Innenstadtbudget beworben.

Jetzt wolle man in Ruhe beraten, wie die 250 000 Euro eingesetzt werden. Es gibt Zweckbindungen, die einzuhalten sind. Für die Eppsteiner Altstadt wurden 31 Projekte mit einem Gesamtvolumen von knapp 3,3 Millionen Euro beantragt. Diese waren in die Kategorien "Belebung der Innenstadt und Neuausrichtung", "Sanierungen und Erneuerungen", Tourismus, "Events und Aktionen", Wirtschaftsförderung und weiteren Ideen zusammengefasst. Bewusst seien alle entwickelten und gesammelten Ideen und Vorschläge eingereicht worden, auch wenn die Höchstgrenze der Fördersumme, die pro Stadt bei 250 000 Euro liegt, deutlich überschritten sei. Es sei also fast ein Masterplan als eine Gesamtkonzeption aufgezeigt worden. Welche Ideen umgesetzt werden, wird sich noch zeigen. red

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