Eppstein Games

Zur 700-Jahr-Feier gibt es einen Wettbewerb nach schottischem Vorbild

Die 700-Jahr-Feier Eppsteins bietet wahrlich Abwechslung. So hat der Förderkreis Pro-Leichtathletik sich einen besonderen Wettbewerb einfallen lassen.

Gut, Parallelen zwischen Eppstein und dem schottischen Hochland (Highlands) liegen nicht sofort auf der Hand. Oder doch? Genauer überlegt, haben einst in Eppstein unerschrockene Ritter im Kampf ihre Stärke bewiesen. Zudem ist die Stadt in Berghänge eingebettet. Genauso haben sich die Bewohner der Highlands als robust erwiesen. Vor langer Zeit gingen sie dazu über, ihre immense Stärke und ihren Willen miteinander zu messen.

Der Förderkreis Pro-Leichtathletik Eppstein hatte die Idee, zum Jubiläum „700 Jahre Eppstein“ und die ersten „Eppstein Games“ anzubieten. „So stark wie die Highlander müssen unsere Teilnehmer aber nicht sein“, sagt Bertram Neubert und schmunzelt. Passend zum Ereignis trägt er einen Schottenrock. Neubert und sein Trainer Klaus Steinfurth entwickelten einen sportlichen Wettkampf, der zwar Elemente der Leichtathletik einbindet, aber mit traditionellen Hilfsmitteln wie Holzspeeren und Steinbrocken auskommt. „Der Vorschlag kam gut an“, so die Organisatoren. Bertram Neubert bringt Erfahrung auf dem Gebiet der schottischen Sportdisziplin mit. „Ich habe vor 15 Jahren in Wiesbaden eine ähnliche Veranstaltung organisiert und dabei meine heutige Frau Jutta kennengelernt“, sagt er. Jutta Neubert ist heute Preisrichterin der „Eppstein Games“, bei denen vor allem der Spaß am Sport nicht zu kurz kommen soll. „Wir möchten mal etwas anderes anbieten. Die Disziplinen sprechen auch junge Leute an“, sagt sie. Jutta Neubert hofft, dass über die „Eppstein Games“ auch neue Vereinsmitglieder in der Leichtathletik gewonnen werden. „Wir haben Gruppen und Einzelpersonen, die teilnehmen, bieten aber auch noch Tauziehen als Alternative“, erklärt Bertram Neubert.

Vier Disziplinen gilt es möglichst fehlerfrei und schnell zu absolvieren. „Zunächst müssen die Teilnehmer ihr Geschick im ,Baumstamm-Balancieren‘ messen“, so die Organisatoren. Die sich anschließende Disziplin „Baumstamm-Slalom“ erfordert Kraft und Weitsicht. Die Teilnehmer tragen einen Baumstamm auf der Schulter, der die Hindernisse nicht berühren darf. Knifflig erscheint die Herausforderung der Station „Ast-Zielwurf“. Hier ist eine genaue Wurftechnik und Kraft in den Armen gefragt. Besonders begehrt unter den Teilnehmern ist jedoch die letzte Disziplin: das „Fassrollen“. „Das Fass muss fehlerfrei um die aufgestellten gelben Pylonen gerollt werden“, weiß Bertram Neubert. Fünf Teams mit jeweils vier Leuten kommen teilweise an ihre sportlichen Grenzen. Zehn Einzelstarter testen ihr sportliches Geschick gegeneinander. Auch die Zwillinge Felix und Florian finden Gefallen am Eppstein-Cup und planen, sich noch anzumelden. „Ich bin hier im Verein Mitglied und finde das eine tolle Sache. Da habe ich meine Jungs kurzerhand mitgebracht“, erklärt Vater Ralph. Den ersten Platz als Einzelsieger belegt Markus Manhold. Im Tauziehen siegt eine fünfköpfige Truppe von den Leichtathleten der TSG Eppstein mit einem Kollegen der Eppsteiner Zeitung. Der erste Platz in der Teamwertung geht an die vier starken Jungs von „Strong Vikings“. Markus Manhold, Alexander Heyderich, Dominik Gloger und Sebastian Stoll arbeiten in der Elektrobranche und kennen sich über ihren Arbeitgeber. Dass sie den ersten Platz der „Eppstein Games“ holen, löst Jubel aus.

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