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Er blickt vor allem nach vorn: Bei Kreppeln und Kaffee zog Alexander Simon Halbzeitbilanz.

FDP will Kandidaten aufstellen

Alexander Simon bekommt Konkurrenz bei der Bürgermeisterwahl 2019

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Den Namen des Konkurrenten geben die Liberalen erst nach der Mitgliederversammlung im November preis. Es ist aber eine Person aus der Burgstadt.

Es ist jetzt spruchreif: Ein Solo für Alexander Simon bei der Bürgermeisterwahl 2019 in der Burgstadt wird es nicht geben. Der CDU-Amtsinhaber wird definitiv Konkurrenz bekommen. Die FDP kündigt einen Gegner an, wie die Partievorsitzende Bärbel Oetken dem Kreisblatt gestern berichtete. Ob Frau oder Mann – dazu wollte sie gestern noch nichts sagen. Klar ist aber, dass es sich um eine Person aus den eigenen Eppsteiner Reihen handelt. Und es dürfte auch nicht zu viel Spekulation sein, wenn Fraktionschef Marcel Wölfle dieser Bewerber wäre. „Manchmal kommt es anders als man denkt“, sagt Bärbel Oetken dazu nur schmunzelnd.

Im Laufe des Novembers wird der Name aus den Reihen der Liberalen spätestens fallen, kündigt die Vorsitzende an. Sie sei gerade dabei, die Mitgliederversammlung zu terminieren. Dort soll sich der Konkurrent für Simon vorstellen und dann auch die breite Rückendeckung der Eppsteiner FDP für eine Kandidatur bekommen. Danach werde die Person vorgestellt, kündigt Oetken an. „Wir haben einige Leute, die in Frage gekommen wären“, macht sie deutlich. Letztlich habe aber ein Mitglied seinen Hut in den Ring geworfen. „Vergangene Woche hat jemand gesagt: ,Ich traue mir das zu‘“, berichtet sie und findet mit Blick auf die Demokratie: „Wir sind sehr froh, dass wir einen Gegenkandidaten oder eine Kandidatin haben.“ Zudem habe die FDP gute Themen, wolle sich im Bürgermeisterwahlkampf aber auf zwei, drei Schwerpunkte konzentrieren. Auch das soll im November vorgestellt werden.

Da die Freidemokraten eine Person aus der Stadt ins Rennen schicken, können sie sich auch mit dem möglichen Wahltermin anfreunden. Die Verwaltung schlägt für die nächste Stadtverordnetenversammlung am 29. November vor, die Bürgermeisterwahl mit der Europawahl am 26. Mai 2019 zusammenzulegen. Das spare Kosten von rund 10 000 Euro. Auch die anderen Fraktionen befürworten diesen Vorschlag weitgehend.

Während sich die Eppsteiner dem Termin also deutlich nähern, ist die personelle Frage ansonsten noch recht nebulös. CDU-Mann Simon und Person X der FDP sind sicher. Was ist mit den anderen politischen Gruppierungen? Die SPD diskutiert über das Thema, will aber eine Entscheidung erst nach der Landtagswahl treffen. Einen externen Kandidaten wird es wegen der kurzen Vorlaufzeit wohl nicht geben. Die FWG machte vor kurzem bei ihrer Mitgliederversammlung deutlich, dass „noch nichts spruchreif und derzeit alles möglich“ sei: von der Unterstützung eines Bewerbers über keine Wahlempfehlung bis hin zu einem gemeinsamen, vielleicht eigenen oder einem anderen Kandidaten. Und auch die Grünen, im Stadtparlament der Kooperationspartner der CDU, haben sich noch nicht entschieden. Hier wie in anderen Gruppierungen entscheidet letztlich die Mitgliederversammlung.

Simon kann das Gerangel unterdessen gelassen beobachten. Er hat im Kreisblatt Ende August sein Interesse an einer zweiten Amtszeit bekundet, Parteichef Christian Heinz will ihn offiziell vorschlagen. Am 23. September 2013 setzte sich Simon nach einem Auszählungsmarathon mit 51,13 Prozent im ersten Wahlgang gegen Julia Ostrowicki (SPD), Jens Knigge (FWG) und Hans-Jürgen Saur (parteilos) durch. Seine Amtszeit endet am 14. November 2018.

(wein)

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