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Automat mit regionalen Lebensmitteln in Niederjosbach gewünscht

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Von: Manfred Becht

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Dieser Regiomat steht in Trebur. So ähnlich könnte er auch in Niederjosbach aussehen.
Dieser Regiomat steht in Trebur. So ähnlich könnte er auch in Niederjosbach aussehen. © Kim Herschmann

Die CDU schlägt im Ortsbeirat einen sogenannten Regiomaten vor - bis der kommt, kann es aber noch dauern. Außerdem will das Gremium die rechtsradikalen Schmierereien am Bahnhof entfernen lassen.

Niederjosbach -Gibt es in Niederjosbach bald wieder eine Möglichkeit, Lebensmittel einzukaufen - Jahre nach der Schließung des Supermarktes und nach allerlei vergeblichen Versuchen, wieder ein Geschäft anzusiedeln? Von einem Supermarkt ist zwar momentan nicht die Rede, noch nicht einmal von einem kleineren Laden. Aber ein Automat könnte aufgestellt werden, mit Produkten aus der Region.

Der Ortsbeirat hat jetzt den Magistrat einstimmig gebeten, zu prüfen, wo im Ort ein sogenannter Regiomat aufgestellt werden könnte. Es handelt sich um einen Automaten, an dem Lebensmittel aus regionaler Produktion gekauft werden können. Dies ist ein Weg, ohne Personalaufwand solche Produkte zu verkaufen, auch ohne Öffnungszeiten. Bezahlt wird an solchen Automaten in der Regel in bar oder mit EC-Karten, aber auch die Bezahlsysteme verschiedener Digitalkonzerne können genutzt werden.

Eier, Nudeln, Äpfel und Fertiggerichte

CDU-Ortsbeiratmitglied Franziska Schaller, die den Antrag für ihre Fraktion eingebracht hatte, wusste zu berichten, dass ein solcher Automat im benachbarten Oberjosbach gut angenommen wird. Dort gibt es Eier, Fruchtaufstriche, Honig, Nudeln, Kartoffeln, Äpfel und Fleisch, aber auch eingekochte Fertiggerichte und Getränke, auch angepasst an die aktuellen Jahreszeiten. Sogar regional angebaute und hergestellte Kartoffelchips sind dort zu haben.

Im Ortsbeirat traf die Idee auf breite Zustimmung. "Eine tolle Geschichte", findet SPD-Mann Jürgen Baesler. "Das trifft den Geist der Zeit", sieht Christoph Striedter ein Konzept, dem die Zukunft gehört. Tatsache ist, dass es solche Angebote in immer mehr Orten gibt, oft in Kombination mit Hofläden von Landwirten. Der größte Landwirt in Niederjosbach würde ein solches Konzept umsetzen, weiß Striedter.

Aber wohin damit? Die Bezirksstraße könnte ein Platz sein, mit Blick auf den Durchgangsverkehr. Aber auch der Dorfplatz und das Gemeindezentrum am Honigbaum wurden ins Gespräch gebracht. Der Ortsbeirat wollte sich nicht festlegen, sondern dies den Prüfungen des Magistrats überlassen. Aber einige Kriterien hat der Ortsbeirat dem Magistrat schon an die Hand gegeben.

Strom muss her

So ist es für die Resonanz wichtig, dass der Automat bekannt wird, also gut wahrnehmbar ist. Mutwillige Zerstörungen lassen sich am besten verhindern, wenn es eine gewisse soziale Kontrolle gibt, also der Platz belebt ist. Ein Stromanschluss wird ebenfalls gebraucht, und eine Aufstellung auf öffentlichem Gelände würde der Ortsbeirat ebenfalls bevorzugen. Sinnvoll sei es, dies alles auch mit einem potenziellen Betreiber zu besprechen, so Stadtverordnetenvorsteher Bernhard Heinz (CDU).

Da der Magistrat noch allerlei prüfen muss, wird es noch eine Weile dauern, bis aus der Idee Wirklichkeit wird. Ganz eilig hat es der Ortsbeirat dagegen mit rechtsradikalen Schmierereien am S-Bahn-Halt. Die sind erst am Wochenbeginn bemerkt worden, es kam aber auch gleich zu einer Anzeige an die Bundespolizei. Wie berichtet wurde, möchte die Bahn alles bereits bis zum heutigen Donnerstag wieder in Ordnung bringen. Der Ortsbeirat will die Dinge einstweilen auf sich beruhen lassen - dies aber nur, wenn es bei einem Einzelfall bleibt und nicht eine Serie daraus wird. bt

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