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Beatrix Rahns Tierfutter kommt nicht aus der Dose

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Sie backt Kekse für Hunde und ist „Cat-Sitterin“: Beatrix Rahn hat zwei tierische Aufgaben.

Beatrix Rahn nennt sie liebevoll nur „meine Rasselbande“. Sechs Chihuahua’s hat sie, zudem sieben Katzen. Da ist Leben in der Bude der Eppsteinerin. Und es taucht die Frage auf, wie dieser Tierpark zu versorgen ist. Für die 56-Jährige war immer klar: Gesund und vor allem artgerecht soll die Nahrung für ihre Lieblinge sein. Da gibt es nichts aus der Dose, viel frisches Fleisch und Knochen. Und eine ganz besondere Leckerei, die Beatrix Rahn inzwischen zum kleinen Geschäftsmodell gemacht hat: Sie backt Hundekekse in vielen Variationen – mal mit Käse, Karotten, Thunfisch, Huhn. Der Teig ist glutenfrei, ein Rezept möchte sie nicht verraten. Nur so viel: Kartoffelmehl ist drin. „Bea’s Käsepops“ sind eine weitere Spezialität, ihr getrocknetes Hühnchen nennt sie „Chicken Dörris“.

Auf all diese Leckereien sind die Hundebesitzer in der Region aufmerksam geworden. Beatrix Rahn war zuletzt beim Herbstmarkt auf der Burg und beim Weinfest in der Altstadt vertreten. Ihren ersten Versuch unternahm sie 2018 beim Weihnachtsmarkt. Da seien die Leute so begeistert gewesen, dass die zweifache Mutter und dreifache Oma ein neues Hobby gefunden hat. Das hat sich bis nach Niederjosbach herumgesprochen, weshalb Beatrix Rahn erstmals beim Hobbykünstler-Markt am 21. Oktober ausstellen wird (siehe Text rechts).

Die Eppsteinerin führt Organisatorin Bärbel Vogel vorab ihre Waren vor und hat die muntere Hündin Luzie mitgebracht. Da gibt es nicht nur die Nahrung in vielen Varianten, sondern auch eine Kuschelhöhle, einen Kuschelsack, eine Leckerli-Tasche zum Gassigehen und eine Art

Wellnesskissen

– mit der Sommerseite aus Alcantara-Wolle und der Winterseite aus Plüsch. Sie habe vor gut einem Jahr einfach mal angefangen zu nähen. Der Clou sind kleine Stofftiere aus dem Laden, die Rahn aufgeschnitten, mit Baldrian getränkt und zugenäht hat. Wenn Katzen daran schnüffeln, wirke das wie ein Aufputschmittel, „die schmusen und spielen damit“.

Ein Gewerbe hat Rahn nicht angemeldet. Die gelernte Friseurin arbeitet als Botin bei der Stadt, bei der ihr Mann als Hausmeister angestellt ist. Aber sie hat nun doch ein kleines Unternehmen, das mit ihrer Leidenschaft für Tiere zu tun hat: Sie ist „Cat-Sitterin“ – also Babysitterin für Katzen. Samtpfoten mal so eben in eine Tierpension zu geben, sei schwierig. Deshalb betreue sie die Tiere in deren Zuhause, während die Besitzer im Urlaub sind. Das Geschäft läuft gut an.

„Ich bin mit Tieren aufgewachsen“, sagt sie. So sei klar gewesen, dass ihre Kinder mit Vierbeinern groß werden. Früher züchtete sie Siam-Katzen, brachte mal ein Tier in die USA, hatte Kunden aus Japan. Das hat sie aufgegeben, die Liebe zu Tieren ist geblieben. Mit ihren kreativen Ideen zum Futter liegt sie voll in einem Trend. Schließlich sei gesunde Ernährung nicht nur bei Menschen, sondern auch bei Tieren wichtig, etwa mit biologisch artgerechten Futter „Ich möchte den Menschen und den Tieren etwas Gutes tun“, sagt sie.

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