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Alles halb so wild: Das Feuerwehrgerätehaus in Bremthal wird gerade saniert.

Sanierung

Bremthal: Renovierung des Feuerwehrgerätehauses wird günstiger als gedacht

  • vonManfred Becht
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Satte 210 000 Euro hatte die Stadt zur Sanierung des Bremthaler Feuerwehrgerätehauses locker gemacht und schon das Schlimmste befürchtet. Doch zur Abwechslung wird es mal günstiger als gedacht. Denn die Feuchtigkeits-Schäden sind weniger gravierend als erwartet. Ihr Ursprung überraschte selbst Experten.

Bremthal -Sanierungen werden oft teurer als zunächst geplant. Denn zumeist tauchen erst im Verlauf überraschend Probleme auf. Das Feuerwehrgerätehaus in Bremthal ist daher eine seltene Überraschung. Die dortigen Schäden sind weniger gravierend als befürchtet.

Feuchtigkeit an den Toren nämlich war anfänglich darauf zurückgeführt worden, dass das Fundament nicht ausreichend abgedichtet war. Das hat sich aber nicht bestätigt, sondern es zeigten sich Probleme mit dem Putz auf den Innenseiten der Pfeiler. Es wurden verschiedene Putzarten verwendet, durch eindringendes Wasser kam es zu chemischen Reaktionen - das Material fiel ab. Das ist nun weitgehend dadurch zu beheben, dass mit dem richtigen Material neu verputzt wird. Und das ist deutlich günstiger als ein Aufgraben des Bodens bis zum Fundament, womit die Verwaltung gerechnet hatte.

Wie viel gespart werden kann, ist noch unklar. Im Haushaltsplan stehen dafür 210 000 Euro bereit, was möglicherweise nicht komplett investiert werden muss. Die Trockenlegungsarbeiten jedenfalls sind schon einmal günstiger ausgefallen, haben trotzdem alleine 65 000 Euro verschlungen.

Freilich sind die Pfeiler an den Toren der Fahrzeughalle nicht die einzigen Bauteile, um die sich die beauftragten Firmen jetzt kümmern. Zum Teil sind die Aufträge noch nicht einmal vergeben, was Prognosen zu den Kosten schwieriger macht. Trotzdem heißt es, dass die Arbeiten bis zum Jahresende abgeschlossen werden sollen. Zurzeit werden Duschen und Umkleiden für die Feuerwehrfrauen umgebaut. Außerdem wird der Umkleideraum für die Damen erweitert. Sanierungsarbeiten wegen Feuchtigkeit wurden auch notwendig an dem Balkon, der zur Wohnung des Stadtbrandinspektors gehört. Zusammen schlägt dies mit etwa 8000 Euro zu Buche. 20 000 Euro wiederum sollen voraussichtlich neue Lüftungs- und Brandmeldeanlagen kosten. Lüftungsanlagen in Gebäuden, die nur unregelmäßig beheizt werden, sind ausgesprochen wichtig - wenn die Luftfeuchtigkeit kondensiert, kann sich Schimmel bilden. Ein wenig politischen Streit hatte es wegen dieser Sanierungsarbeiten auch gegeben. In der Stadtverordnetenversammlung monierten die einen, dass die Sanierung zu spät komme. Andere wollten das Projekt sogar noch verschieben. Der Magistrat aber hatte zunächst gezögert, um die wirklich preiswerteste Variante zu finden, wollte dann aber nicht mehr länger warten . Manfred Becht

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