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Für das Buch ?Eppsteiner Begegnungen? hat sich Alexander Simon in der Rolle als ?Dienstleister? der Bürger ablichten lassen.

Eppstein

Bürgermeister Alexander Simon (CDU) will erneut kandidieren

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Alexander Simon steht in den Startlöchern für die Bürgermeisterwahl. Die könnte zusammen mit der Europawahl 2019 sein.

Durchaus möglich, dass am 26. Mai 2019 schon die Eppsteiner Bürgermeisterwahl ist – zeitgleich mit der Europawahl. Das wären nicht einmal mehr neun Monate. Doch zu hören ist in der Burgstadt nicht viel über diesen wichtigen Urnengang – zu sehr steht bei den Parteien die im Mittelpunkt. Und zu sehr scheint zumindest eine Personalie eher Formsache zu sein, wie das Kreisblatt jetzt erfahren hat. Denn CDU-Bürgermeister Alexander Simon macht keinen Hehl daraus, 2019 wieder antreten zu wollen. Partei- und Fraktionschef Christina Heinz geht „schon davon aus, dass er wieder kandidiert bei uns“.

„Ich kann für mich sagen, es ist ein toller Job. Ein Beruf, der mich voll ausfüllt und mich immer wieder inspiriert“, sagt der 37 Jahre alte Amtsinhaber. Es gebe noch viele große Projekte wie etwa die Gestaltung der Ortsmitte Vockenhausen und noch viele Ideen, die er weitere sechs Jahre anpacken wolle, betont Simon. „Da würde ich gerne mitmachen. Ich bin ja jetzt auch nicht für eine Amtszeit angetreten.“ Zudem hat der Ur-Eppsteiner Simon, der aus Bremthal stammt, hier eine Familie mit kleiner Tochter gegründet und ein Haus gebaut. Weitere deutliche Anzeichen dafür, dass Simon zumindest seine mittelfristige Zukunft weiter auf dem Chefsessel im Rathaus sehen möchte.

Aber er macht auch deutlich, wie das Prozedere ist. Die Partei müsse einen Kandidaten vorschlagen, der wiederum von der Mitgliederversammlung erst einmal nominiert werden muss. Das alles wird bei der Eppsteiner CDU nach der Landtagswahl passieren. Doppel-Vorsitzender Heinz geht davon aus, dass diese Person Alexander Simon heißen und es „breite Zustimmung geben wird“. Er betont: „Wir sind sehr zufrieden wie es läuft. Es ist ein Idealfall und für ihn eine längerfristige Aufgabe.“ Simon habe gute Arbeit geleistet und mit den Kollegen noch wichtige Projekte vor der Brust. Auch Heinz nennt in erster Linie das Ortszentrum Vockenhausen mit einem möglichen Rathaus-Neubau, zudem die Innenentwicklung der Stadt – besonders rund ums Thema Wohnen.

Simon weiß aber: „Es ist nicht nur ein Sonnenschein-Job.“ Auch er habe schon einige Kritik einstecken müssen. Er kann sich politisch aber auf eine Mehrheit von CDU und Grünen im Parlament stützen. Seine erste Direktwahl holte er am 23. September 2013 nach einem Auszählungsmarathon in der Nacht mit 51,13 Prozent im ersten Wahlgang gegen Julia Ostrowicki (SPD), Jens Knigge (FWG) und Hans-Jürgen Saur (parteilos).

Mitte November 2019 endet nun diese Amtszeit. Frühestens sechs, spätestens drei Monate davor muss die Wahl sein. Also zwischen Mitte Mai und Mitte August. Da die hessischen Sommerferien am 9. August enden, ist ein Termin davor wahrscheinlicher – auch für Simon. Er hat sich langsam auf sein Amt „vorbereitet“, war drei Jahre Erster Stadtrat unter dem erfahrenen Verwaltungsmann Peter Reus als Bürgermeister. Zuvor war Simon Ortsvorsteher in Bremthal und Stadtverordneter. Ob er 2019 mit einem Gegenkandidaten rechnet? Simon hat darüber noch nicht nachgedacht. Heinz indes geht „schon davon aus, dass mindestens noch ein weiterer Kandidat antritt“.

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