Burg wird neue Station der „Blickachsen“

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Die zehnte Blickachsen-Schau steht in diesem Sommer bevor. Neun Orte im Rhein-Main-Gebiet werden bespielt, die alle im Taunus liegen.

„Bislang sind wir erst einmal sehr glücklich, dass die Burg Eppstein für das Projekt ausgewählt wurde.“ Auch wenn es bisher keine weiteren Details gibt, ist Museumschefin Monika Rohde-Reith froh, ein Teil der bekannten „Blickachsen“-Ausstellung zu sein. Neben Eppstein ist Eschborn der zweite MTK-Standort.

Aufregende Sichtverbindungen lassen sich nicht nur im Lennéschen Kurpark von Bad Homburg herstellen. Galerist Christian Scheffel hat sich im Rhein-Main-Gebiet umgesehen und weitere Orte gefunden, die bei der von ihm ins Leben gerufenen Freiluft-Ausstellung in diesem Jahr Schauplatz sein sollen. Interessante Lokalitäten fand er vor allem im Taunus.

Eine Raum-Klang-Installation wird Besucher der Burg Eppstein auf ihrem Weg durch die eindrucksvolle Kulisse des 1122 erstmals urkundlich erwähnten Gemäuers begleiten. Welcher Künstler dort tätig sein wird, ist noch offen. Das gilt auch für den Skulpturenpark Niederhöchstadt , der ebenfalls wieder im Programm ist. Rund um das das Kloster Eberbach im Rheingau, das IG-Farben-Haus auf dem Campus Westend in Frankfurt und auch vor der Kunsthalle Darmstadt werden Skulpturen aufgestellt. Kern der Schau wird wie immer der Kur- und Schlosspark Bad Homburg sein; dort werden die Lennéschen „Blickachsen“ fortgeführt, die der „Biennale“ ihren Namen gaben.

Nachdem Plastiken bereits 2013 einen neuen Blick auf zwei geschichtsträchtige Plätze am Limes geworfen haben, soll in diesem Jahr auch die Saalburg in die Schau einbezogen werden, ebenfalls Teil des Unesco-Weltkulturerbes. Ob die Kunst vorm oder im Römerkastell platziert werden soll, wollte Blickachsen-Sprecherin Sunita Scheffel noch nicht verraten. Auch der Hessenpark wird Schauplatz; im Neu-Anspacher Freilichtmuseum wurde der Marktplatz auserkoren.

Kronberg wird ebenfalls Blickachsen beherbergen: Im Victoriapark sollen die Skulpturen einen Dialog mit der Musik eingehen und Parkwandler zu den Konzertorten des Kronberg Academy Festivals leiten. In Konzerten werden Solisten des Festivals auf ausgewählte Skulpturen musikalisch Bezug nehmen und so „ein Band über die Gattungsgrenzen hinaus knüpfen“.

Somit wird die Präsentation an ihrem zehnten Geburtstag ein Stück weiterwachsen. Nach über 90 Werken von Künstlern aus 15 Ländern, die 2013 bei „Blickachsen 9“ an sieben Orten zu sehen waren, will Christian Scheffel mit seiner Co-Kuratorin Sara Weyns, Direktorin des kooperierenden Middelheimmuseums Antwerpen, acht Standorte außerhalb Bad Homburgs bespielen. Derzeit stimmen die beiden Kuratoren ab, welche Werke wo gezeigt werden. In der zweiten Märzhälfte, sagt Sunita Scheffel, werde bereits der Aufbau der Skulpturen beginnen.

Die „Blickachsen“-Schau für zeitgenössische Großskulpturen öffnet vom 31. Mai bis 4. Oktober.

(ahi)

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