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Dauer-Ärger in Ehlhalten: Bürgersteig völlig zugewuchert

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Von: Manfred Becht

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Unter dem Grün befindet sich der Bürgersteig, der die Straße "Zum blauen Stein" in Ehlhalten breiter machen würde.
Unter dem Grün befindet sich der Bürgersteig, der die Straße "Zum blauen Stein" in Ehlhalten breiter machen würde. © Manfred Becht

In der Straße "Zum blauen Stein" wächst Grünzeug über den Gehweg. Der Eigentümer scheint nicht besonders kooperativ, deshalb hat ein Anwohner jetzt Stadt eingeschaltet.

Ehlhalten -Wer die Straße "Zum blauen Stein" in Ehlhalten ortsauswärts geht, dem bietet sich ein vertrautes Bild von Ortsrändern im Mittelgebirge. Rechts der Straße stehen einige Häuser, links ist Wald. Autofahrer, die sich auf der schmalen Straße begegnen, müssen nach einer Ausweichstelle Ausschau halten. Nur: Es sieht eben nur so aus.

Das hangaufwärts gelegene Gelände ist kein Wald, sondern ein Grundstück, das bebaut werden könnte. Um den Bewuchs kümmert sich offensichtlich aber niemand. Deshalb ist der Bürgersteig nicht zu erkennen, der auf dieser Seite der Straße vorhanden ist. Zu erkennen ist aber, dass da nicht etwas Unkraut gewachsen und ein paar Zweige auf die Straße reichen. Sondern dass es sich um lange unberührte Natur handelt.

Kommt die Feuerwehr da noch durch?

Einer, dem das nicht passt, ist Karl-Heinz Hoffmann. "Es ist eine öffentliche Straße, und die muss in voller Breite befahrbar sein", sagt er. Es geht ihm ums Prinzip, aber nicht nur. Hoffman fürchtet, dass die Feuerwehr nicht durchkommt. Außerdem weist er auf die Hochspannungsleitung hin, die das Grundstück quert. Leicht könne ein Sturm einen der Bäume auf die Leitung werfen.

Hoffmann hat das Grundstück gegenüber seiner Wohnung seit Jahren im Auge. Alle möglichen Leute hat er schon angesprochen, Mitglieder des Ortsbeirates beispielsweise, aber gebracht habe es nichts. Den in Süddeutschland lebenden Eigentümer habe er angesprochen, als der einmal in Ehlhalten war. Der habe erklärt, er habe eine gute Versicherung. Kooperativ ist etwas anderes. Hoffmann hat jetzt dem Bürgermeister geschrieben, per Einschreiben.

"Das geht schon seit Jahren", ist die Straße für Bürgermeister Alexander Simon kein neues Thema. "Es stimmt, dass es da eng ist", räumt der Rathauschef ein. Generell sei es natürlich immer besser, wenn die Nachbarn solche Dinge unter sich klären, bevor sie die Stadtverwaltung einschalten. Was in diesem Fall offenbar aber nicht funktioniert. "Wir kümmern uns drum", so Simons Schlussfolgerung.

Zwangsgeld könnte drohen

Das Verfahren ist klar. Der Eigentümer werde zum Handeln aufgefordert, spätestens beim zweiten Mal auch unter Festsetzung einer Frist. Am Ende könne die Stadt ein Zwangsgeld festsetzen oder die Arbeiten selbst in Auftrag geben und dem Eigentümer dann die Rechnung schicken. Freilich zeigt der Zustand der Straße, dass die Stadt es damit nicht immer unbedingt ganz eilig hat. bt

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