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Ehlhalten: Der „Wehr-König“ kommt aus Königshofen

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Von: Esther Fuchs

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Treue Brandschützer: In dieser Umkleide haben sich Hubert Ebert, Edmund Schmitt und Günter Pabst (v. l.) zig Mal umgezogen.
Treue Brandschützer: In dieser Umkleide haben sich Hubert Ebert, Edmund Schmitt und Günter Pabst (v. l.) zig Mal umgezogen. © efx

Günter Pabst 70 Jahre bei Brandschützern / viele Ehrungen beim Neujahrsempfang

Ehlhalten. Die Fahrzeughalle füllte sich schnell, als die Freiwillige Feuerwehr zum Neujahrsempfang einlud. Nach der Pandemie-Pause war der Nachholbedarf groß, in ungezwungener Atmosphäre auf die Zukunft anzustoßen. Die Vergangenheit wollten Axel Ernst, Vorsitzender des Feuerwehrvereins, und sein „Vize“ Marc Racky denn auch am besten weit hinter sich lassen. In den von Corona geprägten Vorjahren wurde die Arbeit enorm erschwert, und das Miteinander der Kameraden kam zu kurz.

Ein Glück, dass in der Zwischenzeit wenigstens einige Arbeiten am Gebäude abgeschlossen werden konnten. So wurden die Tore und Fenster der Wehr energetisch saniert. Zum Jahresbeginn blickten Ernst und Racky mit frischem Schwung nach vorne. Der Neujahrsempfang war Auftakt zur Rückkehr in das im Ort so geschätzte familiäre Miteinander. Kein Wunder, dass zum Fest auch viele bekannte Gesichter eintrafen und in Teilen auch geehrt wurden.

Eine besondere Überraschung hielten die Wehrleute auch für die Kleinen der Kinderfeuerwehr bereit. Gerätewart Torsten Rausch, dessen Frau Ulrike Stellvertretende Kinderwartin ist, hatte aus alten Bauteilen einen neuen Mini-Schlauchwagen zusammengebaut. Das Gerät zeichnet sich durch seine kindgerechte Größe und die einfache, altersgerechte Bedienung aus. Der Wagen stand gut versteckt und verhüllt im hinteren Hallenbereich. Erst zu späterer Stunde sollte er den Kindern präsentiert werden.

Zunächst waren die Oldies dran. Zumal sich in den fast drei Jahren Pandemie viele Ehrungen angesammelt hatten. Besondere Freude brachte den Kameraden die Anwesenheit von Günter Pabst. Er rundete in 2022 seinen 90. Geburtstag und hatte zum Besuch in der Fahrzeughalle seine Ehefrau Antonia, in Ehlhalten als Trudi bekannt, an der Hand. Papst wurde für 70 Jahre aktive Karriere bei der Ehlhaltener Feuerwehr geehrt. „Er ist unser Dienstältester“, lobte Ernst.

Pabst berichtete darüber, dass er auch schon vor seiner Ehlhaltener Zeit weitere sechs Jahre in der Feuerwehr Königshofen tätig war. In der Schreinerei in Vockenhausen sei er seiner heutigen Ehefrau in die Arme gelaufen. Es wurde geheiratet, und so kam es zum Umzug nach Ehlhalten. „Der Brand in der Langstraße Ende der Siebziger oder der in der Lederfabrik“ seien ihm besonders im Gedächtnis geblieben.

Daran erinnerten sich auch andere. Edmund Schmitt beispielsweise. Auch ihn brachte die Liebe nach Ehlhalten. „Ursprünglich komme ich ja aus Schloßborn“, erklärte Schmitt und freute sich über die Anerkennung der Kameraden für 50 Jahre aktive Mitgliedschaft. Die übergaben nämlich die Urkunde mit einem festen Handschlag und Glückwünschen. Die durfte auch Hubert Ebert entgegennehmen, ebenfalls seit fünf Jahrzehnten engagiert.

Beide erläuterten, dass auch erfahrene Kameraden nach einem Einsatz nicht ohne weiteres zum Tagesgeschäft übergehen. „Das hängt schon nach“, sagte Schmitt und erinnerte sich beispielsweise an einen Einsatz, dessen Unfallstelle er täglich auf dem Weg zur Arbeit passieren musste. „Immer, wenn ich da vorbeifuhr, dachte ich an den Unfall.“

Zum Empfang schaute auch Bürgermeister Alexander Simon vorbei, um allen Geehrten seine persönliche Anerkennung auszudrücken. Auf der Liste der Jubilare standen neben den Aktiven Pabst, Schmitt und Ebert auch passive Mitglieder. Günther Schmitt, Lorenz Allendorf, Peter Laab und Klemens Conrady sind 50 Jahre, Elfriede Heck und Jürgen Racky 25 Jahre dabei.

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