Ramon Olivella (l.) und Joachim Souverein vom Burgverein freuen sich über Kuchenspenden.
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Ramon Olivella (l.) und Joachim Souverein vom Burgverein freuen sich über Kuchenspenden.

Burgfest Eppstein

Ein neuer Blickwinkel beim etwas anderen Burgfest

  • VonEsther Fuchs
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Verein trotzt dem Wetter und der Schließung des Wahrzeichens - deshalb war in diesem Jahr einiges anders als sonst.

Eppstein -"Hot Four" spielen am Kassenhäuschen Jazz, Cajun und Dixi-Blues. Jens am Basssaxofon, Bernhard am Banjo, Horst mit der Klarinette und Joachim mit der Trompete. Die "heißen Vier" haben auf ihren Musikinstrumenten leichtes Spiel und motivieren die Eppsteiner zum Abstecher in die Wooganlage. Dort steht das 49. Burgfest an. Allerdings "in abgespeckter Light-Version", wie es Burgvereinschef Ramon Olivella sagt.

Weniger light, sondern vielmehr durchwachsen gestaltet sich das Wetter. Die Wolken wollen so gar keine Einsicht mit den Plänen des Burgvereins haben. "Wir lassen uns die gute Laune nicht verderben. Dafür sind wir Eppsteiner doch bekannt", betont Olivella. Seit einem Jahr ist der Inhaber der Weinpresse nicht nur Eppsteins Mundschenk, sondern auch Vorsitzender des Burgvereins. Mit Landsknechten und Rittergarde wird ein anderes Burgfest gestemmt.

Kuchen, Wein und ein Lager

"Der Samstag lief super", so der Clubchef. Das Treiben in der Wooganlage bietet entlang der Corona-Auflagen nach zweijähriger Unterbrechung einige Abwechslung. Die Burg selbst ist derzeit gesperrt. Die Lockerungen um die Pandemie machten jedoch ein Alternativ-Fest möglich.

Am Samstag sind es rund 250 Besucher. "Niemand kam sich in die Quere", so Olivella, wohl wissend, dass bis zu 500 Gäste auf dem Festgelände hätten gleichzeitig anwesend sein dürfen. Am Sonntag lässt sich das Fest zunächst langsam an. Der Regen macht vielen Besuchern zu schaffen. Doch der Jazzfrühschoppen wird von wetterresistenten Eppsteinern mit einem Besuch honoriert. In einem Zelt gibt es später von Eppsteiner Spendern selbst gebackene Kuchen. Die Big Band Hofheim präsentiert dazu jazzige Klänge. Nässe und Nebel beeinflussen das musikalische Angebot nicht.

Romantische Blickwinkel

Museumschefin Monika Rohde-Reith, mit Dirk Büttner am Weinausschank tätig, denkt ebenso positiv: "Wir sind optimistisch. Das Wetter sollte uns nicht abschrecken. Viel schöner sind doch die eher ungewohnten Blickwinkel, die das diesjährige Fest auf unsere Burg gibt. Sieht die Anlage nicht romantisch aus?", so die Stadtarchivarin.

In Kooperation mit der Stadt hatte sich der Verein auf das zweitägige Fest verständigt und erhielt Unterstützung aus dem Rathaus. "Wir danken der Stadt für die großartige Hilfe. Denn so konnten wir dann doch neben der Wooganlage noch ein bisschen Burg ins Fest integrieren", lobt Olivella.

Dank intensiver Planungen gibt es eine coronagerechte Wegeführung von der Wooganlage zur kleinen Wiesenfläche unterhalb der Burg an der Rossertstraße. Der Westaufgang zur Burg ist gesperrt. Der Ostzwinger kann jedoch genutzt werden. Die Landsknechte kredenzen ihr beliebtes Dunkelbier und Grillwurst.

Wein geht flaschenweise weg

Büttner kann sich auch über die Nachfrage am Weinausschank nicht beklagen. "Der Rosé und der Grauburgunder sind beliebt. Sie werden auch flaschenweise gekauft." Am Sonntag gilt das Augenmerk der Familie. Die Ritter stellen ihr Zelt auf und plaudern mit den Kleinen über das Leben im Mittelalter.

Auch wenn die beiden Festtage des "Burgfests light" gut besucht sind, würde der Verein gerne im nächsten Jahr wieder in altbewährter Weise feiern. Die Eppsteiner blicken positiv nach vorne und hoffen, dass es irgendwie funktioniert.

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