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Eppstein: Ein Dreiklang aus Musik, Sternen und Kirche

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Von: Frank Weiner

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Der Hantelnebel, rund 1300 Lichtjahre entfernt im Sternbild „Fuchs“.
Der Hantelnebel, rund 1300 Lichtjahre entfernt im Sternbild „Fuchs“. © Letz

Kreativ-Duo mit Spezial-Gastspiel in „zweiter Heimat“.

Eppstein. Zur Burgstadt und zur Talkirchengemeinde hat Teddie Hwang eine besondere Beziehung. Als sie noch in Hofheim wohnte, machte sie in Eppstein Vertretung an der Orgel. Dann gab sie ein Konzert für den Kulturkreis, war auch schon bei der Abendmusik in der Talkirche präsent. Regelmäßiger Gast war Hwang später in der Reihe der Musik zum Wochenmarkt.

Natürlich war Hwang auch in den Gottesdiensten. Pfarrerin Heike Schuffenhauer habe „eine wunderbare Art“, ihre Predigten seien „berührend“, lobt sie. Viele Gründe, weshalb Hwang und ihr Partner Martin Letz sich 2019 von Schuffenhauer in Eppstein trauen ließen. Auch wenn sie inzwischen in Mainz wohnen, ist der Kontakt nie abgerissen. Die Marktmusik musste Hwang aus zeitlichen Gründen zwar im Sommer beendet. Doch nun kehrt sie mit ihrem Mann zu einer besonderen Veranstaltung zurück. Am Mittwoch, 14. Dezember, lädt die Talkirchengemeinde um 19 Uhr zu einem Abend rund um Sterne und Klänge ein. Hwang musiziert auf Flöten. Letz, ebenfalls Musiker, versierter Hobby-Astronom und Mitglied der Astronomiestiftung Trebur, eröffnet anhand von Fotos, die beide Künstler selbst aufgenommen haben, einen besonderen Blick in den Himmel.

Als Duo seien sie ab und zu unterwegs, erzählen die Berufsmusiker. Hwang ist sonst mehr als Solistin im Einsatz, Letz hingegen im Staatsorchester Mainz. Er spielt Oboe, hat sich aber auch alten Instrumenten verschrieben und wolle gerade die Zeit des Barock „noch greifbarer machen und möglichst authentisch rüber bringen“. So spielt er zum Beispiel die Barock-Traversflöte.

Beim Sternen-Abend wird sich Letz auf die Moderation und Präsentation der Bilder konzentrieren. Mit Pfarrerin Schuffenhauer hatte das Duo schon 2020 eine Videokonferenz zum Zusammenspiel zwischen Musik, Kirche und den Sternen. Das sei eine „großartige“ Verbindung, finden sie und wollen die Besucher „mit auf eine Reise in andere Galaxien mitnehmen“, aber auch die „Verehrung der Gestirne durch den Menschen“ deutlich machen. „Unter dem Nachthimmel zu sein, ist eine Art Energie zu tanken“, sagt Hwang, die für sich die Astro-Fotografie im Jahr 2020 entdeckt hat. Zuvor habe sie mehr Porträts gemacht. Sie ist auch Mitglied im Kulturkreis Wallauer Fachwerk, dort hat sie als Fotografin ihre Werke ausgestellt und als Solistin bei Vernissagen musiziert.

Morgen besonderer Abend in Talkirche

Die besten Voraussetzungen finden sie in der Sternwarte Trebur, die eines der größten Teleskope weltweit habe und deshalb gute Möglichkeiten biete, betont Letz. Einerseits arbeite der Verein hier mit vielen Wissenschaftlern zusammen, auf der anderen Seite sei die Warte für interessierte Gruppen nach Vereinbarung wieder offen. Ausstellungen hat es auch schon gegeben, zudem wurde ein Planetenweg realisiert.

„Lichter und Sterne spielen in der Advents- und Weihnachtszeit eine große Rolle. Sterndeuter, so erzählt es die Bibel, sind einer besonderen Himmelserscheinung gefolgt und haben den neugeborenen Heiland in Bethlehem gefunden“, weiß auch Pfarrerin Heike Schuffenhauer um die Besonderheit der Veranstaltung in der Talkirche. Letz werde verschiedene Möglichkeiten erläutern, „welches besondere Licht am Himmel diese Weisen aus dem Morgenland gesehen haben könnten“, und Hwang dazu Werke von Bach spielen. Gerade angesichts der aktuellen Weltlage, „ist es wichtig“, so die Flötistin, „sich bewusst zu machen, dass alle Menschen unter dem gleichen Himmel leben und im Universum miteinander verbunden sind“.

Der Eintritt zum besonderen Abend ist frei, Spenden sind willkommen. Kontakt zur Astronomie Stiftung Trebur gibt es unter www.t1t-trebur.de, Anfragen zu Führungen und Terminabsprachen telefonisch unter 0 61 47 / 5 00 00 (mit Anrufbeantworter) oder per Mail an t1t@gmx.de . red

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