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Eng und befahren: die Burgstraße in Eppstein

Lärm und Verkehr in der Altstadt

Eppstein: Gefahrenstelle Burgstraße

  • vonKatrin Eva Walter
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Lärm, Lebensgefahr für Fußgänger wegen rücksichtsloser Autofahrer und viel Verkehr: Die Zustände in der Burgstraße sind vielen schon lange ein Dorn im Auge. Was kann man dagegen tun? Im Ortsbeirat wurde über eine Einbahnstraße beraten. Allein: Das würde das Problem wohl nicht lösen - und könnte selbst zur Gefahr werden.

Eppstein -Malerische Gassen, viel Fachwerk, eine Burg, die über allem thront: Eigentlich ist die Altstadt ein idyllisches Kleinod. In puncto Verkehrslärm ist sie aber alles andere als beschaulich. Das liegt auch am Kopfsteinpflaster, und mancher Autofahrer fährt zudem schneller als die erlaubten 20 Kilometer pro Stunde, was wiederum Fußgänger gefährdet. Das ist ein Thema, das einige Anwohnerinnen und Anwohner schon lange umtreibt und belastet und gleichsam immer wieder den Ortsbeirat in seinen Sitzungen beschäftigt.

Auch beim jüngsten Treffen des Gremiums kam es wieder auf die Agenda, weil in der vergangenen Sitzung die Entscheidung vertagt worden war. Die Initiative "Zukunft Altstadt Eppstein" wünscht sich eine Einbahnstraßenregelung in der Burgstraße, zumindest probeweise.

Einbahnstraße im Brandfall ein Problem

Die Mitglieder des Ortsbeirates sind sich aber einig, dass dies nicht die richtige Methode sei. Sie haben schon mit der Feuerwehr gesprochen, die attestierte, dass die Einbahnstraßenregelung im Brandfall ein Problem sein kann. Unter Umständen seien Einsatzwagen dann nicht in den vorgegebenen zehn Minuten am Einsatzort. Außerdem gibt es das Argument, dass Einbahnstraßen Autofahrer dazu verleiten könnten, schneller zu fahren, weil nicht mit Gegenverkehr zu rechnen ist. Heinz Sparwasser (FWG) merkt zudem an, dass die Bundesstraße 455 nachmittags sowieso schon recht voll sei und noch voller werden würde, wenn die Burgstraße nur von West nach Ost zu befahren ist. Der Ortsbeirat stimmt geschlossen gegen die Einbahnstraßenregelung, empfiehlt gleichzeitig aber, sich andere Maßnahmen anzuschauen, die den Verkehr beruhigen können.

Daran knüpft ein zweiter Antrag an, über den das Gremium anschließend beriet: Die SPD schlägt einige Maßnahmen gegen die Gefährdung und den Lärm in der Burgstraße vor. So wünscht sie sich mehr Kontrollen in der Straße, weil zum Beispiel einige Autofahrer die ohnehin schmalen Bürgersteige zuparkten, auch in den Abendstunden. Das Gleiche gelte für Lastwagen, für die die Altstadt eigentlich gesperrt ist, die aber trotzdem immer wieder versuchten, von der Burgstraße in die Rossertstraße einzubiegen, so die SPD in ihrem Antrag. Zudem sollen Blitzer aufgebaut werden.

Und was den Lärm angeht: Dafür sei das Pflaster verantwortlich, deshalb wünscht sich die SPD Granitpflaster, das leiser sein soll. Eine solche Entscheidung betrifft aber den Denkmalschutz und auch die Umsetzung der Kontrollen sei noch nicht geklärt, weshalb das Gremium den Antrag der Sozialdemokraten noch nicht zur Abstimmung stellte.

Einstimmig angenommen wurden allerdings weitere Anträge der SPD-Fraktion: Der Jägerzaun etwa, der den Fußweg zwischen Bahnhof und Rödelbergweg zu den Schienen abgrenzt, ist teilweise zerstört. Er soll nun wieder instandgesetzt werden, damit Menschen oder Hunde nicht in Gefahr geraten. Katrin Walter

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