Philipp Sonnhalter (links) und der amtierende Präsident Rouven Höfer.
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Philipp Sonnhalter (links) und der amtierende Präsident Rouven Höfer.

Lions-Club

Eppstein: Philipp Sonnhalter wird neuer Lions-Präsident

  • VonJulian Dorn
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Philipp Sonnhalter wird im Juli die Präsidentennadel von Rouven Höfer erhalten. Doch der scheidende Präsident des Eppsteiner Lions Clubs will vorher noch ein wichtiges Projekt zu Ende bringen.

Philipp Sonnhalters Credo für seine bald anbrechende Amtszeit passt gut in diese Zeit: "Was der Einzelne nicht zu leisten vermag, das schaffen viele: Gemeinsam für Eppstein." In diesem solidarischen Geist will der designierte Präsident der Eppsteiner Lions aus Vockenhausen dann ab Juli sein Amt ausüben. Ende Juni wird ihm der amtierende Präsident Rouven Höfer die Präsidentennadel, den kleinen goldenen Löwen, überreichen. Die Präsidentschaft wechselt im Jahresturnus.

Sonnhalter ist 46 Jahre alt, verheiratet und hat zwei Kinder. Auch ein Sennhund gehört zur Familie. Sonnhalter ist Kommunikationsmanager und in der Geschäftsleitung einer Frankfurter Werbeagentur tätig. Einen Ausgleich zur beruflichen Belastung finde er beim Mountainbiken - und in seinem sozialen Ehrenamt bei den Lions, sagt er.

Er ist einer von derzeit 34 Lions; zehn Frauen und 24 Männer im Alter von Mitte 30 bis Mitte 70 engagieren sich. Weltweit unterstützen Mitglieder der Lions soziale und kulturelle Projekte. Der 2010 gegründete Eppsteiner Ableger sammelt mit wohltätigen Veranstaltungen Geld für Kinder, Jugendliche und ältere Menschen im Ort. Die Spenden fließen in Lernprogramme an Eppsteiner Kindergärten und Grundschulen, an das städtische Sommerferienprogramm oder das Frauenhaus.

Das Spenden-Sammeln war im vergangenen Jahr aber nicht ganz einfach: Die Amtsperiode von Präsident Höfer, der in Bremthal lebt, wurde von der Corona-Krise überschattet. Er konnte kaum gemeinsame Aktionen, wie etwa Bäume zu pflanzen oder Müll zu sammeln, initiieren. "Die Einschränkungen während der Pandemie haben die Eppsteiner Lions aber nicht entmutigt", sagt Höfer. Statt sich persönlich zu treffen, haben sie in Videokonferenzen Referate zu verschiedenen Themen gehört, eine virtuelle Käse- und Weinprobe genossen, Aktivitäten geplant und neue Mitglieder angeworben.

Glühwein für

"Corona-Helden"

Allein, es gab einige Wermutstropfen: Das beliebte Entenrennen musste ausfallen und auch der Weinstand am Weihnachtsmarkt. Dennoch verfielen die Lions nicht in resignative Lethargie - und konnten auch in der Corona-Zeit einiges erreichen, wie Höfer hervorhebt. "Mit 2650 verkauften Exemplaren war der Eppsteiner Adventskalender ein voller Erfolg", bilanziert er. Der Erlös geht wieder vor allem an Kinder und Jugendliche in Eppstein.

Das Bildmotiv zierte auch den "Lions Winzer Glühwein". Mit dem überraschten die Lions dann in der Weihnachtszeit die Mitarbeiter der Seniorenresidenz Eppstein und örtlicher Supermärkte. "Alle haben sich riesig gefreut über dieses kleine Dankeschön von uns für ihr Durchhalten in der schweren Zeit", erinnert sich der Noch-Präsident, der als Prokurist in Gründau arbeitet.

Für Höfer endet zwar die Amtszeit, aber nicht sein Engagement bei den Lions. Im Gegenteil: Er wurde zum Beauftragten für alle Lions Clubs im Kreis ernannt.

Vor der Amtsübergabe wird der Familienvater aber noch sein großes Projekt abschließen können: die Nummerierung aller über 200 Eppsteiner Ruhebänke, die im Notfall schnelle Hilfe ermöglicht. "Diese Idee hat im ganzen Main-Taunus-Kreis großes Interesse geweckt und wird vom Landrat unterstützt", freut sich Höfer.

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