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Hinten wichtig, vorne treffsicher: Andreas Becker (rechts) traf acht Mal für Eppstein.

Derby gegen Münster

Eppsteins starke Abwehr

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Im ungleichen Duell Zweiter gegen Letzter verdiente sich die Mannschaft von Jochen Wichert ein Extralob vom siegreichen Gegner.

„Dass diese Mannschaft da unten steht, kann ich nicht verstehen“, meinte Jan Immel, Trainer der TSG Eppstein, nach dem 33:27-Erfolg gegen die TSG Münster II, „ich würde mir wünschen, dass sie es noch schaffen, die Klasse zu halten. Die Derbys gegen Münster sind immer etwas Besonderes“.

Sein erkrankter Kollege Jochen Wichert nahm die Lobeshymnen seines Kollegen zwar zur Kenntnis, zeichnete aber ein düsteres, weil realistischeres Bild: „In unserer Situation helfen nur Siege. Wir haben uns gegen ein Spitzenteam gut verkauft, am Ende fehlen uns aber die Punkte“. Vor allem die Tatsache, dass sein Team gegen starke Gegner stark spielt, umgekehrt aber auch gegen schwächere Kontrahenten das Niveau des gegnerischen Teams annimmt und nicht überzeugt, bereitet Wichert Sorge.

Ob es für die TSG Münster II im kommenden Spiel gegen MSG Niederhofheim/Sulzbach besser wird, bleibt abzuwarten. „Das ist in jedem Fall ein Pflichtsieg, wenn wir bei bis zu vier erwartbaren Absteigern irgendwie das rettende Ufer erreichen wollen“. Selbstvertrauen konnte sein Team aus dem Spiel in Eppstein aber doch ziehen. Mit dem ehemaligen Erste-Mannschaft-Spieler Holger Kruse machte die Oberliga-Reserve in den ersten 30 Minuten mächtig Dampf und bot dem gastgebenden Favoriten Paroli. Zur Pause stand es „nur“ 16:14 für Eppstein.

Bis zur 35. Minute hielt der Außenseiter das Ergebnis offen – 17:17. „Dann haben wir uns peu á peu abgesetzt“, berichtete Immel vom starken Zwischenspurt seiner Mannschaft. In der 51. Minute führte sie mit 30:23 und war sich wohl zu sicher. Innerhalb von drei Minuten brachte Nico Schreiber die Gäste auf 27:30 heran, so dass die Überraschung wieder im Bereich des Möglichen lag. „Alle Zweifach- oder Dreifach-Deckung hat am Ende aber nichts geholfen. Wir haben deutlich verloren“, meinte Wichert. Für seinen Kollegen Immel war die Defensive um den starken Torhüter Florian Keller der Sieggarant.

Eppstein: Keller (19. Bis 58.), F. Ladwig (1. Bis 18. + 58. Bis 60); A. Becker 8, T. Becker 7, Lieker, M. Becker, Müller je 5, N. Ladwig, Wagner, Schmidt je 1, Barchanski, Luther, Faßbeck, Schlick.

Münster II: Sieber, Seng; Schreiber 7, Zelser 6, Molzahn 4, Kruse, Christmann je 3, Mollath, Frank jeweils 2, Schreiber, Gonzales.

(awo)

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