Sport und Vereine

Haustechnik in Comeniushalle wird erneuert

  • VonManfred Becht
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Das bedeutet: Einschränkungen für die Vereine und andere Gruppen, die dort regelmäßig trainieren.

Bremthal -Für den Main-Taunus-Kreis ist das keine größere Sache. Zwar will er in den nächsten Monaten eine halbe Million Euro an der Bremthaler Comeniushalle ausgeben, aber kein Investitionsplan und kein Schulbauprogramm enthält dieses Projekt. "Das läuft als Bauunterhaltung", erklärt Kreishaus-Pressesprecher Johannes Latsch.

Ob Sanierung oder Bauunterhaltung, den Nutzern kann es egal sein. Sie müssen sich, von den Schülern bis zu den Vereinen, darauf einstellen, dass es für eine Weile zu Einschränkungen und Behinderungen bei der Nutzung kommt. Denn es wird nicht in irgendeiner Ecke eine Wand gestrichen, es geht an die Haustechnik.

Viele Vorgaben für Wasserhygiene

"Die Trinkwasserinstallationen sind veraltet und entsprechen nicht mehr den Anforderungen an die Trinkwasserhygiene", erläutert Latsch. Es muss also nachgebessert und erneuert werden. Das Trinkwasser ist ein sensibler Bereich in öffentlichen Einrichtungen, die Vorgaben zur Verhinderung von Verkeimungen sind hoch. Zumal der öffentliche Aufschrei groß ist, wenn es bei diesem Thema Probleme gibt - und zu den wichtigsten Nutzern die Schüler aus der benachbarten Comeniusschule gehören.

Und wenn man dann schon einmal Leitungen und Armaturen aus den Wänden reißen muss, dann werden gleich noch weitere Arbeiten erledigt. So werden neue Unterdecken eingezogen, in die energiesparende LED-Beleuchtung eingebaut wird. Die Umstellung auf LED-Technik ist ein Thema bei fast allen öffentlichen Gebäuden - und eine Investition, die sich oftmals recht zügig amortisiert.

Materialmangel könnte zu Verzögerungen führen

In Duschen und Toiletten werden die Sportler auch eine völlig neue Optik vorfinden, denn diese Räume werden neu eingerichtet und auch neu gefliest. Einbezogen werden dabei auch die Besuchertoiletten. Die Arbeiten sollen im Herbst beginnen und im ersten Quartal des nächsten Jahres abgeschlossen werden - so der Plan.

Beim Blick auf den Zeitplan warnt Latsch allerdings, dass dieser übermäßig verbindlich nicht sein könne. Bekanntlich herrscht am Bau seit Monaten ein extremer Mangel an Material. Das nicht nur an Holz, sondern auch an anderen Materialien. Verbunden ist diese Knappheit mit erheblichen Preissteigerungen - manche Handwerker trauen sich kaum noch, verbindliche Angebote abzugeben. Man kann also gespannt sein, wann der letzte Handwerker die Halle tatsächlich verlässt und wie viel Geld dann im Auftrag des Kreises verbaut sein wird.

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