Pianistin organisiert schon 7. Klavierfest

Herzblut fürs Gesamtkunstwerk

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Anna Victoria Tyshayeva steckt viel Ehrenamt in das Projekt. Sie will Musik für jedermann bei freiem Eintritt bieten – sucht aber noch Unterstützung für ein Orchesterkonzert.

Für Anna Victoria Tyshayeva ist das Klavierfest an sich schon „ein Kunstwerk“. Auch wenn die künstlerische Leiterin schon acht hochkarätige Konzerte in nur zehn Tagen präsentiert (siehe „Info“), so hebt die Frankfurterin vor allem die Kombination hervor: Denn ihr sei es wichtig, die Projekte aufeinander abzustimmen, sagt die Pianistin dem Kreisblatt. Wenn neben ihr junge Musiker sowie ein erfahrener Professor auf der Bühne stehen, seien das drei Generationen, betont die Musikerin.

Ähnlich ging es ihr vor mehr als sieben Jahren, als Tyshayeva ein Konzert in der Talkirche spielte. „Ich war so fasziniert von der Akustik“, erinnert sie sich. Auch das Publikum sei sehr interessiert gewesen. Und dann rannte sie bei Pfarrerin Heike Schuffenhauer mit ihrer Idee eines Klavierfestes in Eppstein offene Türen ein – ein besonderes Projekt war geboren.

Nun gibt es die 7. Auflage – und Tyshayeva blickt schon voraus: Das Fest soll in der Stadt bleiben, „das Herz ist in Eppstein“. Und damit in der Talkirche, die erneut mit zwei professionellen Konzertflügen bestens ausgestattet werden soll. Probleme, das besondere Programm zu bestücken, hat die künstlerische Leiterin nicht. Einmal gebe es inzwischen Interessenten aus aller Wert, die hier spielen wollen. Zum anderen hat die Konzertpianistin selbst beste Kontakte. Auf die Mischung kommt es dabei natürlich an. Klavier-Soli sind ebenso geplant wie Vorstellungen an zwei Flügeln oder in Begleitung mit Streichinstrumenten. Wichtig ist es Tyshayeva auch, jungen Talenten eine Chance geben. Und so werden Schüler eines Meisterkurses mit den renommierten Musikern auftreten.

Ganz wichtig ist es Tyshayeva, der Pfarrerin und dem Schirmherren, Landtagsabgeordneter Christian Heinz, die besondere Philosophie des Klavierfestes nicht zu verändern. Von Anfang an schon wird hier Musik auf hohem Niveau, aber bei freiem Eintritt präsentiert. So wolle sie junge Leute für klassische Musik begeistern, betont Tyshayeva. Zudem gebe es viele Menschen, die solche Klänge mögen, sich aber mehrere Konzertbesuche nicht leisten können. Damit möchte sie „ein Gefühl des Miteinanders“ schaffen – und trägt selbst dazu bei: Längst sei ein guter Teil ihres Engagements nur ehrenamtlich „mit viel Herzblut“ zu meistern. Die Leiterin freut sich aber über Spenden. Das gilt auch für die Planung eines Orchesterkonzertes im Herbst, für das noch Mittel fehlen. Das Klavierfest ist durch einen Sponsor und den Kulturfonds Frankfurt/Rhein-Main gesichert.

(wein)

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