Die ersten beiden Enten wurden von Ralf Herrmann aus dem Wasser gefischt. Die Lions berichteten via Mikrofon vom Rennen.
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Die ersten beiden Enten wurden von Ralf Herrmann aus dem Wasser gefischt. Die Lions berichteten via Mikrofon vom Rennen.

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Kopf- an Kopf-Rennen unter gelben Enten

  • VonEsther Fuchs
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Der Eppsteiner Lions Club veranstaltete nach drei Jahren wieder das Ereignis am Goldbach, bei dem 600 Plastiktierchen starteten.

Vockenhausen -Nach drei Jahren ließen sich die Entchen am Sonntag ein bisschen Zeit, bis sie mit Schwung im Goldbach die Ziellinie durchquerten. Rund 600 gelbe Plastikenten durften zum ersten Mal nach Pandemiebeginn endlich wieder zum Lions-Entenrennen starten - der Lions-Club fand zurück zum beliebten Wettrennen am Goldbach.

Schon für nächstes Jahr Tiere auf Lager

Groß und Klein, Alt und Jung tummelten sich um die Wasserstelle und trafen sich schon früh am nahgelegenen Spielplatz. Die Freude, endlich wieder am Wettbewerb teilnehmen zu dürfen, war groß und so zeigten sich Präsident Enrico Prinz und seine Helferschar denn auch sehr zufrieden ob des erfolgreichen Ereignisses.

Schon früh verkaufte der Eppsteiner Club die beliebten gelben Plastiktiere. "Wir haben etwa 500 Enten aus dem Altbestand, die 2019 aus dem Wasser geholt wurden, wieder benutzt. Die Startnummern wurden mit Verdünnung abgerieben. 500 neue Enten haben wir dann für dieses und die nächsten Rennen dazu bestellt", gab Prinz einen Überblick über die Zahl des Entenhaufens.

Es wurden nicht alle 1000 Enten verkauft, was die Löwen einkalkulierten. Das Lager soll bereits für nächstes Jahr gefüllt sein. Die diesjährigen Verkaufszahlen knüpften an die vor der Pandemie an. Gekürt wurde auch nach bewährtem Muster. Die schönste Ente, die schnellste Ente und die langsamste Ente bekamen einen Preis. Doch Unternehmer und Gewerbetreibende vor Ort zeigten sich großzügig, so dass auch andere Teilnehmer mit einem Geschenk bedacht werden konnten.

Mit Zierde ging es langsamer

Die Löwen waren erleichtert und brüllten vor Freude, als die Besucher gut gelaunt die Entchen den Wellen übergaben. Auch wenn das Rennen in diesem Jahr länger dauerte als üblich. Denn der Bach trägt derzeit aufgrund der Trockenheit wenig Wasser. Die Fließgeschwindigkeit war gering und so ließen es die Plastikschwimmer zunächst gemütlich angehen. In der Sonne schaukelten und taumelten sie entlang des Bachbetts.

Am Ziel hielten die Löwen Ralf Herrman, Justo von Hein und Ulrika Sickenberger die Stellung. Mit Gummistiefeln standen sie im Wasser, als nach einer guten halben Stunde die Siegerente den Weg durch die Zieleinfahrt fand.

Zuvor hatte sich der eifrige Schwimmer dann doch noch etwas beeilen müssen. Eine bunt verzierte Konkurrentin mit Filzkugelröckchen wollte ihr den ersten Platz im Eimer streitig machen. Doch mit Röckchen schwamm es sich nicht so schnell. Da half selbst der Wasserstrudel vom Bachufer nicht. Sei's drum, dachte sich die modisch gekleidete Diva und trocknete danach in der Sonne. Preise gab es gleich mehrere, unter anderem gewann Lena Harutjunjan mit ihrer schnellsten Ende Eintrittskarten für das Phantasialand.

Manche schickt gleich zwei Entchen ins Rennen

Gesellig ging unter den Anwesenden zu. Viele Eppsteiner waren zum Spektakel gekommen. Josefine, 11 Jahre jung, hatte gleich zwei Enten ins Wasser gelassen. "Eine ist bereits im Ziel angekommen", wusste das Mädchen zu berichten. Auf der Brücke über dem Streckenende hatte sie es sich mit ihrer Mutter gemütlich gemacht und genoss den freien Blick auf das Gewässer. Andere stellten sich hintenan. Sie hatten keine Ente ins Rennen geschickt, fanden das Ereignis jedoch so spannend, dass sie versprachen: "Nächstes Jahr kaufen wir auch Entchen."

Enrico Prinz und die 33 Eppsteiner Lions hörten das gerne. Sie haben ja schon gelbe Quaker für nächstes Jahr auf Lager.

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