Auch die Freiherr-vom-Stein-Schule wurde mit 267300 Euro bedacht.
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Auch die Freiherr-vom-Stein-Schule wurde mit 267300 Euro bedacht.

Sanierungsprogramm

Kreis investiert mehr als eine Million Euro in die Eppsteiner Schulen

  • Julian Dorn
    VonJulian Dorn
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Gute Nachrichten für die Schulen der Burgstadt: Trotz Krise hält der Kreis an seinem umfangreichen Sanierungsprogramm fest - und stellt einen Millionenbetrag zur Verfügung. Damit hat die Stadt nun einiges an den Schulen vor.

Eppstein -Die Schüler und Lehrer haben es dieser Tage schwer. Seit Wochen sind die Schulen geschlossen - und wann es weitergeht mit regulärem Unterricht, kann derzeit niemand sagen. Hinzukommen die Probleme mit dem Digitalunterricht. Doch nun gibt es zur Abwechslung gute Nachrichten: Der Haushaltsplanentwurf des Main-Taunus-Kreises für 2021 enthält 1 014 300 Euro für Schulen im Stadtgebiet von Eppstein. Bürgermeister Alexander Simon und Erste Stadträtin Sabine Bergold (beide CDU), zugleich Kämmerin, zeigen sich damit zufrieden.

Trotz der krisenbedingten Einbrüche investiert der Kreis allein in die Schullandschaft dieses Jahr rund 53,6 Millionen Euro. Von den fast zehn Millionen Euro, die davon für Informationstechnik in Schulen gedacht sind, stammt ein Teil aus Fördermitteln.

"Bei den derzeitigen Rahmenbedingungen ist man gut beraten, sich zu verschulden, um Bildungschancen zu schaffen", betont Landrat Michael Cyriax (CDU) und meint die Zinsbelastung für langfristige kommunale Kredite von 0,1 Prozent. Diese Ausgangslage will der Kreis nun für wichtige Investitionen ausnutzen. Die Projekte seien "durchfinanziert", heißt es aus dem Landratsamt in Hofheim. Insgesamt hat der Main-Taunus-Kreis wohl inzwischen einen dreistelligen Millionenbetrag in den vergangenen Jahrzehnten in die Schulen investiert, so die Schätzung. Der Kreis kann es sich leisten, denn er zählt mit dem Wirtschaftsmotor Eschborn zu den finanzstärksten in Deutschland.

Neue Wasserleitungen und Trinkwasserverteiler

Der Kreis sieht also trotz der Pandemie keinen Grund, beim Sanierungsprogramm für die Schulen auf die Bremse zu treten - im Gegenteil. Das kommt nun auch der Burgstadt zugute: Für die Burgschule stehen insgesamt 389 500 Euro und für die Comeniusschule 348 500 Euro zur Verfügung. Mit dem Geld hat die Stadt nun einiges vor: Die beiden Sporthallen sollen saniert werden. 330 000 Euro vom Gesamt-Budget der Burgschule entfallen allein auf die Modernisierung der Turnhalle. Bei der Comeniushalle schlägt die Sanierung mit 300 000 Euro zu Buche.

Geplant ist, in den Sporthallen beider Schulen die Trinkwasserinstallation zu erneuern. Diese sei veraltet und entspreche nicht mehr den Anforderungen an die Trinkwasserhygiene, erklärt Stadt-Sprecherin Monika Rohde-Reith. Es sollen nun neue Leitungen verlegt und Duschpaneele mit automatischen Spüleinrichtungen eingebaut werden. Der Trinkwasserverteiler wird zudem ausgetauscht. "Darüber hinaus werden Unterdecken einschließlich der Beleuchtung erneuert, Brandabschottungen ergänzt sowie Fliesen-, Maler- und Trockenbauarbeiten ausgeführt", so Rohde-Reith. An der Comeniushalle werden zudem neue Türanlagen am Sportlereingang eingebaut. Der Einbruch- und Wärmeschutz soll dadurch verbessert werden.

An die Freiherr-vom-Stein-Schule fließen 276 300 Euro. Die Mittel werden dringend benötigt: Allein der Umbau der Heizzentrale wird wohl rund 80 000 Euro kosten. Um die Effizienz der Heizanlage und des Blockheizkraftwerks zu steigern, sollen neue Hydraulikpumpen eingebaut werden, die in die vorhandene Mess-, Steuer- und Regelungstechnik integriert werden müssen.

Für 60 000 Euro wird die Lüftung in der Bienrothhalle erneuert. "Altersbedingt kann die Gebäudeautomation nicht mehr mit Ersatzteilen versorgt werden." Daher seien auch notwendige Ergänzungen oder Reparaturen der Anlage nicht mehr möglich, erklärt Rathaus-Sprecherin Rohde-Reith. Julian Dorn

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