Mr.Bean lässt grüßen

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Das neue Stück der Eppsteiner Burgschauspieler kommt auf die feine englische Art daher. Premiere ist am 16. Juni.

Nein, leicht hat es Sir George (Erich Schlosser) wirklich nicht: Der englische Adlige ist finanziell ruiniert. Geblieben sind ihm und seiner Frau Lady Ellen (Susanne Waldmann) nur ein paar alte Möbelstücke, die vornehme Blässe und die unerschütterliche Contenance.

Was gut und gerne die Ausgangssituation für ein Drama sein könnte, dem gewinnen die Burgschauspieler allerlei Komisches ab. Das Ensemble führt sein Publikum mit seinem neuen Stück nämlich in die britische Society ein. Der Stoff stammt von Jürgen Baumgarten und wird von Regisseur Peter Strauß und Gerda Bimmel inszeniert.

Erstmals übernimmt das Ensemble ein Stück im Original wie vom Autor geschrieben und münzt den Inhalt nicht auf die Burgstadt und ihre Bewohner um. Bei einem Bühnenstoff, der von seinem englischen Humor lebt und im adligen Milieu spielt, liegt die Entscheidung nahe. Und sie ist, wie sich bei der Probe zeigt, goldrichtig. Denn die Figuren, Dialoge und witzigen Pointen erzeugen große Heiterkeit beim Publikum, das aus einer kleinen Schar Helfer, Freunden und Familienangehörigen des Teams besteht.

Für Amüsement sorgt etwa die Hausangestellte Jane (Kristin Seemayer), die in den Ruinen des Burghofes rumwirbelt, unaufhörlich Dinge durch die Gegend trägt und offenbar als Einzige Anteil am Schicksalsschlag der Middlesomes zeigt. Eher schreitend und verbal stichelnd bewegt sich Tante Martha im blaublütigen Hause fort. Sie wird von Gabi Wittich gemimt.

Fehlen darf bei einer typischen englischen Komödie natürlich auch der Butler nicht. In diesem Stück heißt er Mortimer und wird von Richard El Duweik gespielt. Der Diener bewahrt, wie es ihm gebührt, ebenfalls stets die Haltung und lässt sein untergründig aufsässiges Wesen und seinen smarten Charme nur in seinen Kommentaren vor der Herrschaft aufblitzen.

Auch die Geschichte gibt inhaltlich noch viel Lustiges her. Denn Sir George beschließt, sich ob der drohenden Schmach das Leben zu nehmen. Doch das erweist sich als gar nicht so leicht wie vermutet, weshalb er schließlich einen Profikiller für die eigene Ermordung engagieren will. Doch der will natürlich entlohnt werden. . .

Juliane Rödl, Chefin der Burgschauspieler, freut sich, wie sie sagt, schon jetzt auf die Premiere des Stücks am 16. Juni. Das liegt unter anderem an dem Stoff, der hier aufgeführt wird. „Es ist mal ganz etwas anderes“, schwärmt sie begeistert. „So etwas haben wir noch nie gespielt. Manchmal meint man fast, jetzt müsste gleich Mr. Bean rauskommen.“

Wer sich die vielseitige Komödie nicht entgehen lassen will, kann Karten für „Bubblegum und Diamanten“ im Bürgerbüro, Am Stadtbahnhof 1, erwerben. Die Vorstellungen sind am Freitag, 19., und Samstag, 20. Juni, sowie am Samstag, 27. und Sonntag und 28. Juni. Los geht es jeweils um 19 Uhr auf der Burg.

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