Neubau bringt dem Verein positive Impulse

Es sind schon jetzt mehr Musikschüler

Die Zahl der Eleven ist von 500 auf 550 gestiegen. Das Engagement in den Stadtteilen gibt der Verein indes nicht auf.

„Das ist wirklich ein wunderschönes Haus“, wurde Musikschulleiterin Gesche Wasserstraß immer wieder bescheinigt von den vielen Besuchern am Sonntagnachmittag. Und die kamen gleich in Scharen zum Tag der offenen Tür, um sich ein eigenes Bild vom neuen Domizil der Musikschule zu machen.

Ende Oktober war das von der Reinhard & Sonja-Ernst-Stiftung gesponserte Gebäude am Herrngarten in direkter Nachbarschaft zum Stadtbahnhof eröffnet worden – nach einer Bauzeit von 15 Monaten. Zwar habe es anfangs noch ein paar „Kinderkrankheiten“ gegeben, betonte Wasserstraß dem Kreisblatt gegenüber. So sei immer wieder mal die Heizung ausgefallen. Diese kleinen technischen Probleme seien mittlerweile aber überwunden.

Dass die Musikschule jetzt erstmals in ihrer 44-jährigen Geschichte ein eigenes Zuhause hat und nicht mehr auf alle möglichen Räume im Stadtgebiet verteilt ist, kommt der Zahl der Schüler zugute, die im letzten Quartal von 500 auf 550 gestiegen ist. Nach wie vor ist die Musikschule Eppstein-Rossert aber gerade für seine jüngsten Schüler in den Kitas, Schulen und Betreuungen ganz bewusst vor Ort präsent. „Bei 550 Schülern bleibt das auch so“, unterstrich Wasserstraß. Das gilt auch für die Ortsteile Niederjosbach und Bremthal, wo in den Verwaltungsstellen weiter Unterricht angeboten wird, und für den Ratskeller Ehlhalten. Aufgegeben worden ist dagegen der Standort im Rathaus II an der Rossertstraße in Alt-Eppstein.

Wie breit die Angebotspalette ist, das bewiesen am Tag der offenen Tür die verschiedenen Darbietungen im Musiksaal im Obergeschoss bis zum Abend – angefangen von der Djembe-Trommelgruppe der Erwachsenen bis zu den fünfjährigen Mitgliedern der Saitenspielgruppe, die erst vor Weihnachten von Wasserstraß gegründet wurde. Dazu gab es in den einzelnen Probenräumen Schauunterricht mit den verschiedensten Instrumenten – vom Cello über Flöte und Klavier bis zum Saxophon und der Violine.

Zu den Schülern, die ihr Können zeigten, gehörte auch Sarah Fuhrmann (11), die seit vier Jahren Geigenunterricht bei Christopher Hardt nimmt.

„Warum sich meine Tochter für die Geige entschieden hat, dass wissen wir auch nicht so genau“, erklärte ihr Vater Christoph, der seine Tochter und die ebenfalls angehende Geigenspielerin Boglasha Löcincz (14) bei ihrem kleinen Konzert unterstützte. Denn er spielt schon seit 45 Jahren Cello und damit auch ein Saiteninstrument. „Eine Krise gibt es immer mal, aber je besser jemand ist, desto mehr Spaß macht das auch“, weiß er. Seine Tochter ist dann auch von ihrem Geigenlehrer dafür gelobt worden, dass sie mittlerweile viel mehr übt.

Frank Kirschner war mit seinem siebenjährigen Sohn Nik vom vierfach verglasten Percussions-Unterrichtsraum völlig begeistert. „Wir wohnen nicht weit von hier, und Nik will Schlagzeug lernen“, erklärte der Papa, der es bis heute bedauert, nicht selbst ein Instrument gelernt zu haben. Deshalb hat er wie die vielen anderen Besucher auch gerne von den Angeboten am Tag der offenen Tür Gebrauch gemacht.

(lux)

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