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Im November 2017 stellten die Verantwortlichen das Projekt vor, das am Ortsausgang in Richtung Fischbach umgesetzt werden soll.

Startschuss für Malteser-Rettungswache verzögert sich

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Die heutige Rettungswache der Malteser am Bürgerhaus Fischbach ist in die Jahre gekommen und braucht mehr Platz. Sie entspricht nicht mehr der Arbeitsstättenverordnung.

Die heutige Rettungswache der Malteser am Bürgerhaus Fischbach ist in die Jahre gekommen und braucht mehr Platz. Sie entspricht nicht mehr der Arbeitsstättenverordnung. Denn seit April 2016 besitzt sie zwei 24 Stunden-Rettungswagen. Auch die Zahl der Einsätze ist gestiegen. Der für den Rettungsdienst zuständige Main-Taunus-Kreis und die Malteser wissen längst, dass ein Neubau dringender denn je ist, denn mehr Autos und Personal werden gebraucht. Aber am Bürgerhaus ist die Zeit stehen geblieben: Seitdem die Fischbacher Malteser die Wache hauptamtlich vor 26 Jahren übernommen haben, ist bis auf kleinere Veränderungen dort nichts passiert.

Lange hatten der Kreis, die Malteser und die Kommunen Ausschau nach einem neuen Standort gehalten, insgesamt 19 Grundstücke in Eppstein und Kelkheim wurden geprüft. Das Rennen machte schließlich eine Grünfläche am Ortsausgang Eppstein in Richtung Fischbach an der Fischbacher Straße. Anfang März 2017 waren die Verträge unterschrieben worden, im November stellte der Main-Taunus-Kreis das Projekt vor. Der Kreis hatte die eigene Gesellschaft für Gesundheits- und soziale Infrastruktur als Bauherren eingesetzt und will die Wache dann anmieten. Bei der Präsentation wurde als Startschuss der Februar 2018 genannt, die Fertigstellung war für Ende Oktober geplant.

Der Herbst beginnt nun bald – doch getan hat sich auf dem Grundstück seitdem nichts. „Es hatte sich als äußerst schwierig erwiesen, wirtschaftliche Angebote von Baufirmen zu finden“, teilt Kreis-Sprecher Johannes Latsch auf Anfrage mit und blickt voraus: „Es zeichnet sich jetzt aber eine Lösung ab – wenn alles gut läuft, kann die Wache im Frühjahr 2019 fertig sein.“ Der Aufsichtsrat der Gesellschaft müsse sich noch damit befassen, daher könnten noch keine weiteren Details genannt werden, erklärt Latsch.

Klar ist, dass der Kreis mit Kosten von 1,7 Millionen Euro kalkuliert hat. Dafür soll ein eingeschossiges Gebäude mit Fahrzeughalle und Funktionsräumen entstehen, das den Helfern mehr Platz bieten soll. Zum Einsatzgebiet zählen künftig Eppstein, Kelkheim (ohne Münster) sowie die Hofheimer Stadtteile Lorsbach, Wildsachsen und Langenhain.

(wein)

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