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2012 wurde mit der Umrüstung der Straßenbeleuchtung begonnen. Hier sind Patrick Wilhelm (links) und Stefan Pistor zugange.

Straßenbeleuchtung

Bei Straßenlaternen mit LED Strom sparen

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Gut für die Umwelt und für den Geldbeutel: Der Stromverbrauch für die Straßenlaternen hat sich innerhalb von fünf Jahren von 600 0000 auf 426 000 Kilowattsunden verringert.

Die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf die LED-Technik macht sich für die Stadt Eppstein bezahlt. Wie Florian Bienias vom städtischen Stromlieferanten Syna im Umweltausschuss berichtete, hat sich der Stromverbrauch für die Straßenlaternen vom Beginn der Umstellung im Jahre 2012 bis zum Jahre 2017 von 600 0000 auf 426 000 Kilowattsunden verringert. Die Stromkosten sind dabei von 113 000 auf 81000 Euro jährlich reduziert worden. Bis zu diesem Zeitpunkt waren die Beleuchtung in den Stadtteilen Bremthal, Vockenhausen und Ehlhalten umgestellt.

Für 2019 wird noch mit einem Stromverbrauch von 380 000 Euro gerechnet, das genaue Ergebnis hängt auch von der Witterung ab. Bis zu diesem Zeitpunkt hat die Stadt etwa 875 000 Euro für die Umstellung ausgegeben, berichtete Bürgermeister Alexander Simon ergänzend. Dabei wird das Projekt preiswerter als anfänglich gedacht, der Rathauschef rechnet mit einer Einsparung von etwa 300000 Euro.

Die Gesamteinsparung beim verbrauch pro Jahr bezifferte Bieneas auf 43 000 Euro. Das bedeute eine Verzinsung pro Jahr um etwa fünf Prozent. „Darüber würde sich jeder private Sparer freuen“, so der Syna-Mitarbeiter. Da die Unternehmen allgemein mit steigenden Strompreisen rechnen, verstärkt sich dieser Effekt noch. Dazu kommt, was in Euro gar nicht umzurechnen ist – die geringere Umweltbelastung durch den geringeren Schadstoffausstoß bei der Energiegewinnung.

Umstellung noch nicht komplett abegschlossen

Noch nicht ganz fertig ist die Syna mit der Umstellung in Alt-Eppstein. Dort geht es um 210 Leuchten. Dies wird aber in diesem Jahr abgeschlossen, es folgen dann noch Niederjosbach und die speziellen Leuchten in der Altstadt. Nach Bienias’ Worten hat es sich durchaus gelohnt, mit diesem Teil des Programmes bis zum Schluss zu warten, denn nun stehen auch LED-Leuchten zur Verfügung, die in die Altstadt passen. In Hofheim habe man damit gute Erfahrungen gemacht, hieß es.

Dabei geht es unter anderem um die Lichtfarben. Bei allen Straßenlampen geht der Trend zu warmweißen bis sogar gelblichen Farbtönen, was ebenfalls vor ein paar Jahren technisch noch gar nicht möglich war. Eingesetzt werden veränderte Lichtfarben etwa an problematischen Stellen oder an Zebrastreifen, etwa um die Autofahrer auf Besonderheiten aufmerksam zu machen.

Überhaupt, die technische Entwicklung sorgt dafür, dass es auch künftig Veränderungen bei der Straßenbeleuchtung geben wird. Die Zukunft gehört bedarfsabhängigen Steuerungen – die Lampen werden automatisch dunkler, wenn kein Fußgänger oder Auto unterwegs ist und gehen wieder auf volle Leistung, wenn das Licht gebraucht wird. Momentan sie dies zwar noch teuer wegen des technischen Aufwandes, der damit verbunden ist, so Bienias. Aber da die Markteinführung gerade erst am Anfang steht, ist damit zu rechnen, dass die Preise noch deutlich fallen und dann auch in Eppstein über den Einsatz der Technik nachgedacht werden kann. Warum zum Beispiel soll in einem Gewerbegebiet am Wochenende, wenn niemand unterwegs ist, alles in voller Helligkeit strahlen?

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