So sah es 2016 aus, als die Garde Delphine des GCC bei der Ersten Prunksitzung den Showtanz "Mexico" vorführten.
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So sah es 2016 aus, als die Garde Delphine des GCC bei der Ersten Prunksitzung den Showtanz "Mexico" vorführten.

Fastnacht

Tanztraining hat wieder begonnen

  • VonKatrin Eva Walter
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Der Gusbacher Carneval Club verjüngt sich und bereitet sich auf Kampagne vor. Ein Nachwuchsproblem wie andere Vereine hat er nicht. Die Vorsitzende erklärt, woran das liegen könnte.

Niederjosbach -Optimistisch in die Zukunft blickt der Gusbacher Carneval Club 1981 (GCC). Bei dem Fastnachtsverein sind die Vorbereitungen für die nächste Kampagne gestartet, wie Vorsitzende Karin Dostal auf Nachfrage dieser Zeitung berichtet. Ob es überhaupt Veranstaltungen im Frühjahr 2022 geben werde, das wisse niemand, ist ihr klar. "Aber wir wollen vorbereitet sein." Dass es eine Fastnacht wie vor der Pandemie wird, damit rechnet sie nicht. Aber in irgendeiner Form möchte der GCC auch in der kommenden Kampagne etwas Aktuelles zusammenstellen. Und wenn es "nur" so läuft wie in diesem Jahr. Da gab es einige Aktionen online, zum Beispiel Videos auf dem Facebook-Kanal und der Webseite des Vereins.

Und damit sie vorbereitet sind, beginnen die Tanzgruppen nach und nach mit dem Training. Zuerst hat vor einigen Wochen die Maxigarde begonnen. Das sind die Tänzerinnen und Tänzer im Alter von 16 Jahren aufwärts. Kurz danach haben auch die jüngeren zwischen 7 und 15 Jahren das Training aufgenommen, die Midis, wie man unter Fastnachtern sagt. In diesem Alter verstünden sie, wie viel anderthalb Meter Abstand sind. Denn die Pandemie-Regeln sind durchaus eine Herausforderung für Tänzer, die sich eigentlich gegenseitig anfassen, auch mal von den anderen gehalten werden oder sich gegenseitig auf die Schultern klettern.

Karin Dostal ist neue Vorsitzende

Es wurde beschlossen, dass die ganz Kleinen, die Minigarde, etwas später starten. Das sind die Kleinen im Alter von 5 bis 7 Jahren. Diese Gruppe hat aber schon einen neuen Namen, sie heißen jetzt nicht mehr "Mäuse", sondern "Bobbelscher". Wie die anderen Gruppen heißen werden, wird sich noch herausstellen. Das sei noch offen gelassen worden, weil sich die Mitglieder daran beteiligen dürfen. Klar ist aber, dass sich der GCC gerade erneuert.

Der frische Schwung kommt so zustande, dass es einige jüngere Mitglieder im Vorstand gibt. Alles Eigengewächse, wie Dostal betont. Sie selbst hat nun den Platz des ehemaligen Ersten Vorsitzenden Heinz Seebold eingenommen. Ihren alten Posten als Zweite Vorsitzende bekleidet nun Julia Esser, die zu den neuen, jüngeren Vorstandsmitgliedern gehört. Von Mitte 20 bis Mitte 60 - Dostal selbst ist 65 Jahre alt - sei nun alles dabei. "Ein älterer Kern ist schon noch da, die Mischung muss ja sein." Die Neuzugänge, die alle als Kinder im Verein angefangen haben, haben gleich neue Ideen eingebracht. So auch die neuen Namen der Gruppen.

Janis Rösner leitet "Knallbonbons"

Und noch etwas ist neu: Janis Rösner, Sitzungspräsident von "Jugend in de Bütt", ist jetzt nicht nur auch Präsident der großen Sitzung, sondern leitet neuerdings auch die Gesangsgruppe "Knallbonbons".

Das Problem, dass den Vereinen der Nachwuchs fehlt, das habe der GCC nicht so wie andere, sagt Dostal. Der Verein sei aktiv geworden, hält den Kontakt. Sie selbst war 22 Jahre lang Betreuerin der Gardegruppen. "Da wächst man so rein, das ist wie eine Familie." Der Zusammenhalt sei gut, auch mit den jungen Leuten. Niemand sage: "Wir können ja eh nicht auftreten nächstes Jahr." Im Gegenteil, den Tänzern habe auch das Miteinander gefehlt, und dass sie sich endlich mal wieder auspowern können. Jetzt heißt es Daumen drücken, dass es in der nächsten fünften Jahreszeit um Veranstaltungen besser bestellt sein wird.

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