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Zwei neue Kunstwerke für den Skulpturenweg

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Von: Katrin Eva Walter

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Christel Steier: "Verflechtung".
Christel Steier: "Verflechtung". © Kulturkreis Eppstein

Die beiden Künstler stellen ihre Kreationen am Sonntag persönlich in der Heinrich-Anton-Ickstadt-Anlage in Bremthal vor.

Bremthal -Die Heinrich-Anton-Ickstadt-Anlage hat Zuwachs bekommen. Schon nach dem Holzsymposium im September 2021, das der Kulturkreis alle drei Jahre veranstaltet, hatte er das Werk "Raumfaltung in Eiche 236" von Johannes Bierling für den Skulpturenweg gekauft, nun kommt als Dauerleihgabe noch "Verflechtung" von Christel Steier dazu. Auch diese Skulptur ist bei dem Symposium auf dem Gelände der MB Baumdienste entstanden. Am Sonntag, 26. Juli, stellen die beiden Künstler persönlich um 16 Uhr die beiden neuen Werke der Öffentlichkeit vor.

Etwas Filigranes aus einem Klotz arbeiten

Zu den Künstlern: Christel Steier lebt und arbeitet in Bernau im Schwarzwald. Die 1958 in Genkingen im Kreis Reutlingen geborene Künstlerin studierte an der Hamburger Akademie Malerei. Für ihre Werke verwendet sie am liebsten Ölfarbe, die sie für ihre "Autonome Räume" genannten Landschaften mit dem Spachtel auf die Leinwand bringt, so dass sie wie ein Relief anmuten. Ebenso zählen figürliche Darstellungen zu ihrem Werk. Ihr Interesse an der Räumlichkeit ist der Grund, warum sie sich auch als Bildhauerin betätigt: "Es ist die Herausforderung, die ich mir selbst stelle, wenn ich aus einem schweren Klotz etwas Filigran-leichtes erarbeiten möchte", erzählt sie. Am Holz fasziniert sie die Kraft, das Lebendige, manchmal Unberechenbare - Wuchs und Maserung. Am liebsten arbeitet sie mit Hartholz wie Ulme oder Ahorn, denn sie bearbeitet den Werkstoff ausschließlich mit der Kettensäge. Beim jährlich stattfindenden Bildhauer-Symposium in St. Blasien hat Steier seit 2017 die Künstlerische Leitung inne.

Schleifen und Knoten aus Holz

Seit 1992 betreibt Johannes Bierling sein Atelier in Freiburg. Nach der Ausbildung als Holzbildhauer in Oberammergau sowie als Steinmetz in Freiburg schloss er ein Studium an der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste in Karlsruhe an. Seit seiner Zeit in London an der St. Martin School of Art Mitte der 80er Jahre ist er als freischaffender Bildhauer tätig. Aus einem Stück Holz schafft er Skulpturen, die unter anderem an Schleifen und Knoten erinnern, wie der Kulturkreis befindet. Seine Spezialität sind Holz-Skulpturen und geometrische Formen darstellende Grafiken, die in seinen Arbeiten oft eine Symbiose eingehen. "Der Ansatz meiner Kunst kommt aus dem Handwerk, ich bilde nicht ab, sondern die Arbeiten entstehen aus sich heraus." red

Johannes Bierling: "Raumfaltung in Eiche 236".
Johannes Bierling: "Raumfaltung in Eiche 236". © Kulturkreis Eppstein

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