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Die Eppsteiner Burg inklusive Zwingeranlage und leuchtenden Sternenhimmel schmückt den Weihnachtsbecher. Foto: sie

Nachhaltigkeit

Eppstein tauscht Becher beim Weihnachtsmarkt aus – aus gutem Grund

Eppstein bietet erstmals einen wiederverwendbaren Becher für den Weihnachtsmarkt an. Verkauft wird das nachhaltige Stück bereits in dieser Woche.

Eppstein –  Umweltbewusst, schick im Design und praktisch soll er sein. Ganz schön viele Ansprüche für ein kleines Gefäß. Der Eppsteiner Weihnachtsbecher schafft das. Anfang der Woche wurde er ausgeliefert. Mit einer Stückzahl von exakt 999 Exemplaren geht die nachhaltige Premiere an den Start, die dafür sorgen soll, dass die Plastikflut auf dem Weihnachtsmarkt bald passé ist.

Weihnachtsmarkt in Eppstein: Bisher zu viel Kunststoff

Etwa 20 000 Besucher erwartet die Stadt beim vorweihnachtlichen Treiben, das am 14. und 15. Dezember in der idyllischen Altstadt zum Bummeln und Genießen einlädt. "Zwei Drittel der Besucher haben bisher Kunststoffbecher benutzt. Da können Sie sich leicht ausrechnen, wie viele Tonnen Plastikmüll da anfallen", blickt Bürgermeister Alexander Simon mit weniger guten Erinnerungen zurück. Damit soll Schluss sein: Damit der Weihnachtsmarkt-Bummel zeitgemäß, sprich umweltbewusster wird, hat sich die Stadt entschieden, es Kommunen wie Bad Soden nachzumachen und einen Porzellanbecher anzubieten.

Weihnachtsmarkt in Eppstein: Funkelnde Sterne

Versteht sich, dass der mit einem passenden Motiv verziert werden sollte. Was liegt da näher als die romantische Burg? Damit Eppsteins Wahrzeichen von allen Seiten zur Geltung kommt, schmückt die komplette Anlage inklusive Zwinger und Burgmauer nun den Becher.

Der Schriftzug und ein funkelnder Sternenhimmel machen das weihnachtliche Gefäß zum perfekten Mitbringsel, sind die Organisatoren der Stadt überzeugt. "Wir haben ganz bewusst auf eine Jahreszahl verzichtet, damit der Becher zeitlos ist und immer wiederverwendet kann", schildert Tanja Hahn-Jacobi, Assistentin des Bürgermeisters, die das Projekt gemeinsam mit Ernst-Ludwig Abel, Geschäftsführer der Stadtentwicklungs- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft Eppstein (SWE), auf den Weg gebracht hat.

Viele Gedanken haben sich die beiden nicht nur über das Motiv, sondern auch über die Form des 0,2 Liter fassenden Porzellanbechers gemacht: "Er soll gut in der Hand liegen und leicht sein, damit man ihn gut transportieren kann", nennt die rechte Hand des Bürgermeisters weitere Kriterien. Bei der Farbwahl hat sie mit Abel darauf geachtet, dass der Bezug zur Burgstadt deutlich wird: "Rot und Blau sind die Farben Eppsteins, deshalb haben wir uns für ein tiefes Nachtblau entschieden." Klar, dass der Becher auch dem Nachhaltigkeits-Anspruch der "Fairtrade-Stadt" genügen soll. "Deshalb haben wir darauf geachtet, dass die Tasse in Deutschland produziert wird", ergänzt Tanja Hahn-Jacobi.

Weihnachtsmarkt in Eppstein: Becher für zwei Tage Verkauf

Verkauft wird der Weihnachtsbecher am Donnerstag, 28. November, von 16 bis 17 Uhr im Rathaus I, in Vockenhausen, Hauptstraße 99, sowie am Freitag, 29. November. An diesem Tag kann man ihn von 15 bis 17 Uhr auf dem Wochenmarkt am Wernerplatz kaufen. Angeboten wird er am Stand neben der Talkirche. Auch beim Weihnachtsmarkt werden einige Standbetreiber den Becher anbieten.

5 Euro kostet das weihnachtliche Gefäß. "Da wir erst mal eine relativ kleine Stückzahl in Auftrag gegeben haben, ist der Preis noch etwas höher als die Produktionskosten. Alles, was über die Unkosten hinaus eingenommen wird, kommt einem sozialen Projekt in der Stadt zugute", sagt Bürgermeister Simon.

Von Christine Sieberhagen

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