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Anlaufstelle und Treffpunkt für Geflüchtete

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Von: Esther Fuchs

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Die Organisatoren waren erleichtert. Im "Café Amica" trafen sich bei Kaffee und Kuchen ukrainische Neubürger mit ehrenamtlichen Helfern, dem Ausländerbeirat und den städtischen Mitarbeiterinnen der Flüchtlingsarbeit.
Die Organisatoren waren erleichtert. Im "Café Amica" trafen sich bei Kaffee und Kuchen ukrainische Neubürger mit ehrenamtlichen Helfern, dem Ausländerbeirat und den städtischen Mitarbeiterinnen der Flüchtlingsarbeit. © Esther Fuchs

Das erste "Café Amica" besuchten mehr als 40 Menschen aus der Ukraine. Die Organisatoren hielten Informationen parat.

Eschborn -Wo und wie lerne ich am schnellsten Deutsch? Wie kann ich mich offiziell registrieren? Was steht auf diesem Formular? Wie fülle ich es aus? Mit diesen und vielen anderen Fragen im Kopf trafen sich am Mittwochnachmittag Ukrainerinnen und Ukrainer mit ehrenamtlichen Helfern, Mitgliedern des Ausländerbeirats und den Koordinatorinnen der städtischen Flüchtlingsarbeit, Daniela Lieske und Hannah Fliedner.

In der Unterortstraße 23-25 herrschte bereits vor dem offiziellen Beginn des "Café Amica" um 15 Uhr reges Treiben. Die Organisatoren hielten nicht nur Informationen, sondern passend zum Nachmittag auch Kaffee, Tee und Kuchen bereit. Hannah Fliedner und ihre Kollegin Daniela Lieske hatten auch Formulare mitgebracht, die für die Neubürger in ukrainischer Sprache übersetzt waren.

Die Mitglieder des Ausländerbeirats standen mit Rat und Tat zur Seite. Massimiliano Agosta, Vorsitzender des Ausländerbeirats, vermittelte Kontakte zwischen Ukrainern, die erst kürzlich in Eschborn angekommenen waren und denen, die hier schon einige Wochen leben.

Jozef Burda, Agostas Stellvertreter im Ausländerbeirat, stand an diesem Nachmittag als Übersetzer zur Stelle. Er könne zwar kein Ukrainisch, aber Russisch, so der Vize. "Die Verständigung funktioniert gut. Viele sprechen Russisch", sagte Burda.

Dank für die Hilfsbereitschaft

Spontan hatten sich auch Ukrainer als Übersetzer zur Verfügung gestellt. Konstantin ist ursprünglich aus der Ukraine. Er hat jedoch in Deutschland studiert und lebt, seit er berufstätig ist, in Eschborn. Inna kam zu Kriegsbeginn nach Eschborn und spricht Englisch. Auch sie half bei der Verständigung.

Das erste "Café Amica" wurde mit mehr als 40 Teilnehmern sehr gut frequentiert. Bis 18 Uhr hatte man das Treffen eigentlich anberaumt. Doch auch nach dem offiziellen Ende standen die Menschen noch beisammen, erzählten ihre Geschichten, dankten für die Hilfsbereitschaft und schöpften Hoffnung, bald im neuen Alltag in Eschborn anzukommen. Es herrschte ein reges Kommen und Gehen. Manche tranken nur eine Tasse Kaffee und dankten für die Gastfreundschaft, andere hatten konkrete Fragen, die die städtischen Angestellten beantworteten konnten.

"Wir möchten, dass die Menschen spüren, sie sind nicht allein. Das Café soll Treffpunkt für alle sein. Die Leute sollen sich hier kennenlernen. Wer mag, darf also jederzeit vorbeikommen", erklärte Massimo Agosta.

150 Menschen aus der Ukraine leben derzeit in Eschborn zumeist bei Privatpersonen, wusste Daniela Lieske zu berichten. "Sie wohnen bei Bekannten, Verwandten oder anderen engagierten Menschen, die helfen", erklärte ihre Kollegin. Das Café Amica soll künftig wöchentlich, also immer mittwochs von 15 bis 18 Uhr zum Miteinander einladen.

Deutschkurs mit Kinderbetreuung

Die Stadt Eschborn bietet zudem ukrainischen Mitmenschen seit Ende März jeweils dienstags und donnerstags einen Deutschkurs mit optionaler Kinderbetreuung in der Zeit von 8.45 bis 10.15 Uhr im Mehrgenerationenhaus, Hauptstraße 20, an. Das Angebot richtet sich an Sprachanfänger. Anmeldungen werden unter der Telefonnummer (0 61 73) 93 91 92 erbeten.

Am Mittwoch, 27. April, findet um 11 Uhr ein Willkommensbrunch für Ukrainerinnen und Ukrainer in der Stadthalle, Rathausplatz 36, statt. Anmeldungen hierfür werden bis 20. April per E-Mail an ukraine@eschborn.de erbeten.

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