1. Startseite
  2. Region
  3. Main-Taunus
  4. Eschborn

Budenzauber stimmt auf Weihnachten ein

Erstellt:

Von: Esther Fuchs

Kommentare

Die Oberstufenschüler Vicky (von links), Ricardo, Saskia und Sophie von der Heinrich-von-Kleist-Schule verkauften Crêpes und Fair Trade Nikoläuse aus Schokolade.
Die Oberstufenschüler Vicky (von links), Ricardo, Saskia und Sophie von der Heinrich-von-Kleist-Schule verkauften Crêpes und Fair Trade Nikoläuse aus Schokolade. © Esther Fuchs

Festlicher Glanz auf dem Eschenplatz. Zur ökumenischen Andacht spielte der Posaunenchor.

Eschborn -Posaunen und Trompeten spielten „Wir sagen Euch an den lieben Advent“. Die Eschborner sangen zur Weinachtsmelodie. Pfarrerin Christine Lungershausen sprach zur ökumenischen Andacht vor der evangelischen Kirche. Der Eschborner Weihnachtsmarkt öffnete am zweiten Adventswochenende seine Türen. Die Menschen kamen in Scharen. Der Budenzauber ermunterte zum Treffen unter freiem Himmel. Bei Weihnachtsliedern und einem Glas Glühwein oder Punsch stimmten sich die Besucher auf das nahende Fest ein.

Die sattgrünen Arme der stattlichen Edeltanne gaben dem Eschenplatz festlichen Glanz. Heimelig schmiegten sich die Buden um die Kirche entlang der historischen Gassen. Am Stand der Briefmarkenfreunde Eschborn-Kronberg waren die Gespräche munter. Den Winzerwein der Vereinsfreunde servierte der Chef persönlich. Jürgen Olschimke freute sich über den Zuspruch: „Wir sind seit eh und je hier mit von der Partie. Unser Markenzeichen ist, dass wir die Getränke im Glas ausgeben.“

Einnahmen sollen Vereinskasse auffüllen

Ein Eschborner bestellte das Heißgetränk. „Jetzt, bin ich aber mal neugierig, ob der noch genauso schmeckt wie vor Corona“, sagte der Mann und nippte am Glas. „Mmmh, ja. Ist noch sehr lecker“, lautete das prompte Urteil. Danach ging es für ihn weiter zu den Kleingärtnern.

Auch die - seit jeher auf dem Markt vertreten - waren guter Dinge. Die Kostproben der selbst gemachten Marmeladen, regten Appetit und Geschäft an. „Etwa 1300 Marmeladengläser haben wir abgefüllt“, berichtete Annette Drescher, seit etwa drei Jahren für die Produktion des fruchtigen Brotaufstrichs verantwortlich. „Im Sommer gab es besonders leckere Birnen. Daraus konnten wir viele neue Kreationen zaubern“, erklärte sie und rührte mit anderen Frauen die Werbetrommel. Die Einnahmen aus den Verkäufen sollten schließlich die Vereinskasse wieder auffüllen.

Geld sammelten am Wochenende auch die Schüler der Heinrich-von-Kleist-Schule. Vicky, Ricardo, Saskia und Sophie aus der Oberstufe verkauften Heißgetränke und Crêpe-Variationen. Nikoläuse aus nachhaltiger Schokolade ergänzten das Angebot. „Das Geld nutzen wir für unsere Abiturfeierlichkeiten“, erläuterte Vicky. Die Kundschaft ließ sich die süßen Teigwaren der Schüler mit extra viel Puderzucker und Apfelmus schmecken.

Lebenshilfe sucht neue Mitarbeiter

Liebevolle Handarbeitswaren hatten die Mitarbeiter der Lebenshilfe Main Taunus auf der Theke dekoriert. Cornelia Walter, Matthias Buch, FSJ-Kraft Cora Hein und Ingo Kunde sprachen mit den Besuchern. Die Lebenshilfe sucht zurzeit neue Mitarbeiter. Die Waren - allesamt mit viel Liebe und Geduld von den Angehörigen gefertigt -, verkauften sich in Windeseile. Cornelia Walter bewies Verkaufsgeschick. Handgestrickte Strümpfe und Bastelarbeiten. Marmeladen, Gelees und der in Kooperation mit der Stadt Eschborn aufgelegte „Eschborner Hingucker“, ein bunter Jahreskalender, den die Bewohner der Lebenshilfe mit Bildern der Sommerwerkstatt bestücken, fanden Abnehmer. „Bitte einmal Quittengelee“, bestellte denn auch die Eschbornerin, die mit ihrem Vater „Weihnachtsluft schnuppern wollte“.

Ob Hundekekse für Vierbeiner, Vanillekipferl und Spritzgebäck für Zweibeiner. Bratwurst im Brötchen oder Brizza, eine besondere Brezelteigpizza. Ob Glühwein, Punsch oder heißer Orangensaft. Handarbeiten, kandierte Nüsse, Mandeln und Lebkuchen. In Eschborn weihnachtete es an allen Stellen. Das zweite Adventswochenende war bepackt mit abwechslungsreichen Programmpunkten. Dazu zählten auch die Kutschfahrten durch die weihnachtlich dekorierte Stadt. Zur ökumenischen Andacht spielte der Posaunenchor Eschborn auch „Macht hoch die Tür“. Bürgermeister Adnan Shaikh begrüßte die fröhliche Gästeschar. Weihnachten naht mit großen Schritten. Der Budenzauber auf dem Eschenplatz stimmte romantisch auf das Fest der Liebe ein und öffnete die Herzen von Jung und Alt.

Der Posaunenchor Eschborn spielte zur ökumenischen Andacht auch das Lied „Macht hoch die Tür“.
Der Posaunenchor Eschborn spielte zur ökumenischen Andacht auch das Lied „Macht hoch die Tür“. © Esther Fuchs

Auch interessant

Kommentare