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Die Hecksterter hatten ihr Fest vermisst

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Von: Esther Fuchs

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Benedikt Voss (Zweiter von rechts) und die TuRa-Fußballer standen gut gelaunt in schwarzen Vereins T-Shirts hinter der Theke. Hassan Kurt ließ sich ein frisch gezapftes Bier schmecken.
Benedikt Voss (Zweiter von rechts) und die TuRa-Fußballer standen gut gelaunt in schwarzen Vereins T-Shirts hinter der Theke. Hassan Kurt ließ sich ein frisch gezapftes Bier schmecken. © Esther Fuchs

Gute Laune pur: Besucher des Niederhöchstädter Marktes waren ausgehungert nach Miteinander und Musik.

Niederhöchstadt -"Taxi? Taxi?", fragten Piko und Max von foolpool. Ihr Neandertalerfahrrad nahm Passanten gerne ein paar Meter mit auf dem Weg durch "Heckstert". Dort wurde nämlich am Wochenende gefeiert. Nach vier Jahren Pause hatte der Vereinsring Eschborn endlich wieder den beliebten Niederhöchstädter Markt organisiert. Am Freitag ging es los mit Live-Acts, Musik und der Inthronisation von Apfelkönigin Johanna I.

Samstag und Sonntag wurde gefeiert, getanzt, gegessen, getrunken und gequatscht. Lange hatten die Hecksterter ihr Fest, das eigentlich alle zwei Jahre stattfindet, vermisst. Die Laune der TuRa-Fußballjungs um Benedikt Voss, Stefan Eckner, Hans-Jürgen Winkelmann und Andreas Moshammer war denn auch besonders gut. Durstige Besucher wurden von der TuRa bestens versorgt. Die hatten ihre Biergondel am Platz "An der Linde" aufgestellt. Die Damen der TuRa verkauften Wurst, Fleischkäse und Spießbraten. Das ließ die Vereinskasse wieder klingeln.

Ein buntes Programm hatten die örtlichen Vereine auf die Beine gestellt. Künstler, örtliche Selbstständige beteiligten sich. So auch Künstler, Schausteller und Gruppen. "Am Freitag ließ es sich noch etwas langsam an. Samstag und Sonntag waren wie früher", zog Benedikt Voss am Sonntagmittag kurz Bilanz am Stand der TuRa.

Auch andernorts war man zufrieden. Der Durst war nicht nur nach Bier, Apfelwein und Softdrinks groß. Hunger hatten die Besucher nicht nur auf Wurst, Fleischwurst oder Flammkuchen. Ausgehungert und durstig waren die Hecksterter besonders nach Miteinander, Musik und Mitmachprogrammen. Auch aus der Region kamen Menschen in der Hauptstraße und den angrenzenden Höfen zusammen. Um die Bühne des KCN wippten sie zu Jazz und Soul. Auf der Bühne am Parkplatz Hauptstraße 301 tanzten sie zu "Eine Band namens Wanda". Die "Klangtypen" lieferten mit handgemachter Live-Musik Unterhaltung.

Westerbach nahezu ausgetrocknet

Piko und Max waren als foolpool für die Showeinlagen auf der Straße zuständig. So auch Georg Morgenthal, der als Jongleur "Hironimus" Station im Hof der Tennisspieler Westerbach Eschborn, kurz twe, machte. Mit seinem Balltalent bewarb sich Hironimus um eine Mitgliedschaft bei Vereinschef Jörg Agartz und Vize, Dr. Alexander Scheidt. Die hatten nichts gegen den lustigen Vertreter mit Hut einzuwenden und luden Hironimus sogleich für den 4. September ein. "Da feiern wir am Clubhaus unser 50-jähriges Jubiläum", informierte Alexander Scheidt gut gelaunt.

Im Hof der Feuerwehr zeigte sich Hironimus beeindruckt, als Stephan Aders, Vorsitzender des Angelsportvereins (ASV), Udo Gauf, Vereinschef des Obst- und Gartenbauvereins (OGV), Marktleiterin Gabi Czeka und Stadtverordnetenvorsteher Markus von Sternheim rund 900 gelbe Plastikentchen in Schach hielten. Die Schwimmtiere hatten sich auf ihren Ritt durch die Fluten des Westerbachs gefreut. Leider war das Bachbett aufgrund der Hitze nahezu ausgetrocknet. Die Enten, mussten an Land bleiben. Die Einnahmen aus der gemeinnützigen Aktion der Angler gehen an die Schwalbacher Tafel, erklärte Aders. Die Gewinner, die ihren Preis noch nicht abgeholt haben, haben die Losnummern: 713 und 827. Beide Lose erhalten je einen Baum des OGV. Die Ente mit der Losnummer 901 hat einen Weber Grill gewonnen, der noch abgeholt werden darf. Die beiden Enten mit der Nummer 140 und 512 bekommen je ein Fahrrad. Die Ausgabe der Preise erfolgt über den ASV.

Keine Enten aber schönen Schmuck, schicke Schals und Handtaschen hatte Simone Bree an ihrem Stand "Home&Garden". Angelockt von den modischen Trends kauften Birgit Schenk und ihr Mann eine Kette und eine Handtasche. Nebenan bewarb Renate Dann ihre handbemalten Seidentücher. Zum Hobby kam sie vor vielen Jahren durch Eleonore Zimmermann, die mit der Werkstatt 93 einige hundert Meter weiter im unteren Teil der Hauptstraße ihre Kunst präsentierte.

Kunst, Kultur, klasse Wetter und bestens gelaunte Besucher ließen das Orga-Team am Sonntag zufrieden auf die Festtage zurückblicken. Zwischenfälle gab es bis auf Wespenstiche, keine. Ein Tier stach einen Besucher auf die Zunge, was den Sanitätsdienst aktiv werden ließ. Außer der Wespen waren also alle friedlich und freundlich.

An allen drei Festtagen war die Hauptstraße gut besucht. Die Menschen flanierten im Sonnenschein an den Marktständen vorbei.
An allen drei Festtagen war die Hauptstraße gut besucht. Die Menschen flanierten im Sonnenschein an den Marktständen vorbei. © Esther Fuchs

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