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Die Eisbahn war für Groß und Klein in den letzten beiden Jahren in der Vorweihnachtszeit ein riesiges Vergnügen.Archivfoto: Reuß

Drei-Jahres-Vertrag

Eisvergnügen vor dem Eschborner Rathaus soll nicht so teuer werden

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Aus der Eisbahn auf dem Rathausvorplatz soll eine Dauereinrichtung werden. Nur soll sie nicht mehr ganz so teuer werden. Ob das geht, soll der Magistrat prüfen.

Dass Eschborn in der Adventszeit vor dem Rathaus eine Eisbahn bekommt, ist in der Politik inzwischen offenbar unumstritten. Denn als es das rutschige Vergnügen im vorletzten Winter erstmalig gab, opponierten die Grünen noch heftig. Eine Eisbahn verbraucht eine Menge Energie, um das Wasser zum Gefrieren zu bringen, und daher sei ein solches Angebot nicht mit dem Klimaschutz zu vereinbaren, argumentierten sie damals. Sie schlugen vor, eine Bahn mit synthetischem Eis aufzubauen, mit einem Kunststoffbelag. Die Idee verhallte ungehört. Noch nicht einmal machte sich irgendwer die Mühe, ein Gegenargument vorzutragen.

Jetzt stimmten die Grünen dagegen einem Antrag der Freien Wähler zu, nach dem der Auftrag für die Eisbahn gleich für drei Jahre vergeben werden soll. Zwar handelt es sich lediglich um einen Prüfungsauftrag für den Magistrat – der soll prüfen, ob diese Vorgehensweise wirtschaftlicher ist. Aber wer generell eine Eisbahn ablehnt, der kann kaum einem Antrag zustimmt, der daraus eine Dauereinrichtung macht.

Auf der anderen Seite stimmte die CDU gegen den Antrag – obwohl es nur um eine Prüfung ging. Die Christdemokraten hatten bislang nichts gegen das Projekt einzuwenden, sondern die Idee unterstützt. Und jetzt erklärte der CDU-Stadtverordnete Christian Brekner auch ausdrücklich, dass seine Fraktion nichts gegen das Projekt einzuwenden habe. Nur glaube man nicht, dass eine Ausschreibung für drei Jahre zu günstigeren Konditionen führen könne. Tatsächlich hatte es Diskussionen über die Kosten mehr als einmal gegeben. Brekner erinnerte daran, dass die Eisbahn in Hofheim mit einem Zuschuss von 10 000 Euro auskommt. In Eschborn wurden die Kosten auf über 80 000 Euro beziffert. „Wir dachten, dass es durch Sponsoren günstiger wird“, so Brekner. So ganz erklärlich sind die Unterschiede tatsächlich nicht.

Der Antrag der Freien Wähler zielt nun genau darauf ab, die Anbieter zu einem günstigeren Angebot zu veranlassen, wenn sie dafür sicher sein können, den Auftrag dreimal zu bekommen. „Für viele ist das ein echtes Highlight“, so FWE-Fraktionschefin Regine Seidel zur guten Resonanz in den beiden ersten Jahren. Die Rede war von rund

15 000 Besucher

n.

Während die CDU fürchtet, dass es durch eine Vergabe für drei Jahre keinen Anreiz gibt, die Kosten zu senken, spielt für die FWE als Antragsteller auch eine Rolle, dass die Stadt dadurch weniger Arbeit mit den Ausschreibungen hat. Sicher in die Prüfung einbezogen werden muss auch die Frage, ob es einen Ausweichstandort gibt. Denn in absehbarer Zeit soll das Rathaus saniert und die Stadthalle neu gebaut werden. Mitten in eine Baustelle passt eine Eisbahn sicher nicht.

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