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Wolfgang Rose und Jörg Drewing entfernen die Graffitis mit Spray und Hochdruckreiniger.

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Eschborn: Bauhof beseitigt Corona-Graffitis

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Mit 200 bar Druck wird bei Schmierereien auf Eschborner Straße schnell gehandelt

Eschborn -"GATES noch?", "Wann hast Du genug?" oder "Hinterfrage alles" - solche und weitere Parolen waren in den vergangenen Tagen auf diversen Wegen in Eschborn zu lesen, mit Hilfe entsprechender Schablonen wurden sie von Schmierfinken frisch aufgesprüht. Sie sind für die Stadt Beleg dafür, "dass die Corona-Zweifler und Verschwörungstheoretiker nicht nur auf Demonstrationen und in den sozialen Medien, sondern auch ganz ,real' unterwegs sind, um ihre Botschaften unters Volk zu bringen". So sollten die Spaziergänger beziehungsweise Leser zum "Erkennen, Erwachen, Verändern" aufgerufen werden, der Satz "You can't quarantine love" stellte die Liebe in den Mittelpunkt.

Dass solcherlei fragwürdigen Appellen allerdings nur ein kurzes Dasein beschert sein würde, konnte nicht überraschen. Denn kurz nachdem der Bauhof Kenntnis davon bekam, waren dessen Mitarbeiter auch schon beauftragt, um sie zu entfernen. Die beiden Maler Wolfgang Rose und Jörg Drewing, die normalerweise in dieser Zeit unter anderem in den Kindertagesstätten sowieso schon gut zu tun gehabt hätten, waren nun über drei Tage lang damit beschäftigt, die vermutlich mit weißem Autolack oder einer Grundierung aufgesprühten Hinterlassenschaften wieder zu beseitigen.

Verbotene Symbole sofort entfernen

Dafür wird zuerst ein spezieller Graffiti-Entferner aufgetragen, der ein paar Minuten einwirken muss. Danach kommt ein Hochdruckreiniger zum Einsatz, der warmes Wasser mit 200 bar und einer Dreckfräse auf den Asphalt wirbelt, so dass jeder noch so kleine Farbtupfer rausgespült wird. Da dadurch auch jegliche andere Verschmutzung entfernt ist, hebt sich der Untergrund nun deutlich von seiner Umgebung ab, "aber in zwei Wochen ist das wieder verdreckt, und dann sieht man nichts mehr davon", lacht Bauhof-Mitarbeiter Rose.

Sein Kollege und er sind es gewohnt, kurzfristig umzudisponieren, "denn gerade wenn irgendwo Hakenkreuze oder Ähnliches gesprüht wurden, muss das natürlich sofort weggemacht werden, so dass alles Andere dann liegenbleibt". Auch die Stadtpolizisten sind angehalten, auf solcherlei Verunstaltungen aufmerksam zu machen. Nicht zuletzt alle Eschborner sollten sofort einen Hinweis an die Stadt senden, wenn so etwas entdeckt wird, damit umso schneller gehandelt werden kann. Über den Mängelmelder auf der Startseite der Website www.eschborn.de kann das schnell und unbürokratisch geschehen - mit genauer Ortsangabe und am besten mit Foto. skr

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