Die Narren-Sonne wird in der anstehenden Fastnachtskampagne wohl nicht aufgehen.	archivfoto: spillner
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Die Narren-Sonne wird in der anstehenden Fastnachtskampagne wohl nicht aufgehen.

Kampagne 2020 fällt aus

Corona torpediert Fastnacht: Eschborn sagt Narrenzug ab

Keine Fastnacht 2020/21 in Eschborn – darauf haben sich nun Karnevalsvereine und Stadt geeinigt. Neben dem Umzug fallen auch weitere beliebte Veranstaltungen aus.

Eschborn -Geschunkelt und gelacht - so ist normalerweise die Fassenacht. Doch tanzen, singen, schunkeln - in Zeiten von Corona nicht vorstellbar. So traurig es auch für alle Närrinnen und Narren auch ist. Jetzt ist es gewiss: Die Kampagne 2020/21 in Eschborn wurde abgesagt. Darauf haben sich der Magistrat gemeinsam mit den Eschborner Karnevalsvereinen Eschborner Käwwern und Kappen-Club-Niederhöchstadt sowie der Arbeitsgemeinschaft Eschborner Fastnachtszug geeinigt.

"Wir haben uns aufgrund der Corona-Pandemie und der derzeit nicht vorhersehbaren Entwicklung des Virus-Geschehens mit benachbarten Kommunen in Verbindung gesetzt, um zu erfahren, wie dort mit der Durchführung von karnevalistischen Veranstaltungen und Fastnachtsumzügen in der bevorstehenden Saison umgegangen wird. Denn meines Erachtens ergibt es Sinn, wenn wir hier einheitlich verfahren und nicht jede Stadt eine andere Regelung hat", berichtet Bürgermeister Adnan Shaikh. Die Verantwortlichen in den umliegenden Städten und in den Vereinen sind sich größtenteils einig, diese Veranstaltungen ausfallen zu lassen, so der Rathauschef weiter.

Absage der Eschborner Fastnacht „vernünftig und richtig“

"Die Absage scheint aufgrund der völligen Unsicherheit, wie sich die Infektionen entwickeln werden, und mit Blick auf den langen Zeitvorlauf für die Planungen und Organisationen, vernünftig und richtig", bestätigen die Vorsitzenden der Karnevalsvereine Alexandra Stöhr-Fröhlich von den Käwwern, Roman Walch vom Kappen-Club und Zugmarschall Joachim Oehl.

"Wir bedauern es sehr, den Vereinszweck nicht feiern zu können", sagt Stöhr-Fröhlich. Kostentechnisch habe der Verein mit Blick auf die Pandemie noch nicht viel investiert, auch Verträge mit Fremdkünstlern seien nicht abgeschlossen worden. "Wir waren wegen Corona vorsichtig." Eine Absage sei befürchtet worden, "aber wir waren lange optimistisch und haben ein Alternativ-Konzept überlegt".

Man habe sich mit anderen Vereinen abgestimmt, doch auf der Straße könne nicht kontrolliert werden, ob die Corona-Regeln eingehalten werden. "Jetzt müssen wir aufpassen, dass wir keine Mitglieder verlieren", so Stöhr-Fröhlich. "Aber wir machen das Beste daraus, sind kreativ und überlegen, ob und wie wir eventuell Fastnacht im kleinen Rahmen nur für Mitglieder und unter den gegebenen Corona-Regeln feiern können."

Fastnacht in Eschborn fällt aus: „In der momentanen Situation nicht möglich“

"Wir wollten die Gruppen nicht länger hinhalten", sagt Roman Walch. "Auch wenn das Narrenherz blutet, wir tragen Verantwortung für unsere Mitglieder und wollen dem gerecht werden." Es habe schon ein Motto und Ideen für die Kampagne gegeben, Tänze hätten schon in den Köpfen der Trainer festgestanden. Doch die Gesundheit habe oberste Priorität. "Wir sind ein Verein für alle Generationen und wollen alle schützen. Deshalb war es die richtige Entscheidung. Nun hoffen wir auf eine tolle Fastnacht 2021/2022."

"Das Herz eines Narren leidet natürlich. In der momentanen Situation ist Fastnacht so nicht möglich. Es ist traurig, aber unvermeidbar", meint auch Zugmarschall Joachim Oehl. "Wenn wir Narren feiern, dann richtig und nicht mit angezogener Handbremse." Doch das Leben gehe weiter. "Und nach einem Jahr Pause, geht es mit Fastnacht doppelt so schön weiter." nay

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