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"Eschborn Gate" kann kommen

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Von: Manfred Becht

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Auf diesem Foto kann man erahnen, wie groß der Komplex für "Eschborn Gate" wird.
Auf diesem Foto kann man erahnen, wie groß der Komplex für "Eschborn Gate" wird. © Maik Reuß

Grundsteinlegung für modernes Gewerbequartier. Das Unternehmen Samsung zieht mit neuer Deutschlandzentrale dort ein.

Eschborn -Es ist noch gar nicht so lange her, dass an gleicher Stelle in einem Baumarkt Gipskartonplatten, Elektrolampen und Blumenerde verkauft wurden. Und gar nicht mehr zu lange soll es dauern, bis an der Stelle ein weitläufiger Platz ist, mit Grünanlagen und einer Laufstrecke mit Trainingsgeräten. "Yard" heißt das Gelände, und es soll dort auch Arbeitsplätze im Freien geben, aber ob überhaupt noch jemand arbeiten möchte, wenn der Platz so attraktiv wird, wie angekündigt?

Nun, der Baumarkt ist weg, und von Grünflächen ist noch nichts zu sehen. Letztere gehören zu einem Projekt, bei dem auf einer Fläche von 30 000 Quadratmeter Nutzflächen von zusammen 50 000 Quadratmetern entstehen sollen. Das jedenfalls sind zwei der wichtigsten Kennzahlen, des Projektes "Eschborn Gate". Gestern wurde dort der Grundstein gelegt.

"Eschborn Gate", das sind natürlich vor allem Häuser. Zunächst einmal geht es um einen 17-geschossigen Büroturm und einen sechsgeschossigen Anbau, gemeinsam nennen die Planer das Ensemble "Tower". Dort wird das deutsche Hauptquartier des koreanischen Unternehmens Samsung untergebracht, das übrigens 1975 in Eschborn seine erste Niederlassung in Europa einrichtete und jetzt in die Stadt zurückkehrt. "Samsung wirkt als ein Premium-Faktor unserer Wirtschaftskraft und als Standortmagnet im Kreis seit vielen Jahren", kommentierte Landrat Michael Cyriax bei der Grundsteinlegung.

Zu dem Ensemble gehört noch ein drittes Gebäude "The Hub", genannt. Dort stehen 4000 Quadratmeter Mietfläche für Büros, Einzelhandel, Gastronomie und andere Dienstleistungen zur Verfügung. Beispielhaft stehe "Eschborn Gate" für ein modernes Gewerbequartier, lassen die Investoren mit Blick auf dieses Gebäude verlauten. Von Einzelhandel und Gastronomie verspricht man sich eine Belebung des Areals. Die Investoren, das sind der Frankfurter Projektentwickler OFB und der Immobilienanleger Art-Invest Real Estate.

Nachhaltigkeit wird großgeschrieben

Die wollen, wie es heute üblich ist, auch mit Nachhaltigkeit punkten. Zertifizierte Baustoffe, Maßnahmen zum Klimaschutz, der Einsatz regenerativer Energie, die Regenwassernutzung und ein besonderes Verfahren zum Bau der Decken sind Kennzeichen dieser Nachhaltigkeit. In den Decken werden Hohlkörper aus recyceltem Material verbaut, die den Verbrauch von Beton und Stahl deutlich verringern.

Solche Aspekte sind es auch, die Bürgermeister Adnan Shaikh dazu bringen zu erklären, Eschborn stünde im Fokus innovativer Investoren. Von irgendwelchen fortschrittlichen Ideen zum Verkehr war bei der Grundsteinlegung allerdings nicht die Rede. Geplant ist ein Parkhaus und eine Tiefgarage mit zusammen etwa 1000 Abstellplätzen.

Wie der Weltkonzern Samsung im Nachgang zur Veranstaltung auf dem Bauplatz mitgeteilt hat, rechnet das Unternehmen damit, in etwa zwei Jahren die neuen Räume in Eschborn beziehen zu können. Nach Auskunft von Samsung sollen dort 800 Mitarbeiter Platz finden. Das Unternehmen will den Umzug auch nutzen, um moderne Konzepte für die Arbeit im Büro umzusetzen.

Adnan Shaikh, Bürgermeister von Eschborn (Dritter von links), und Wolfgang Limmer (rechts daneben), Director Management Support, Samsung Electronics GmbH, bei der Grundsteinlegung.
Adnan Shaikh, Bürgermeister von Eschborn (Dritter von links), und Wolfgang Limmer (rechts daneben), Director Management Support, Samsung Electronics GmbH, bei der Grundsteinlegung. © Samsung

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