Jürgen Sepp (im Boot) und sein Kollege Florian Wiedemann fischen die Armleuchteralgen aus dem Teich im Süd-West Park.
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Jürgen Sepp (im Boot) und sein Kollege Florian Wiedemann fischen die Armleuchteralgen aus dem Teich im Süd-West Park.

Natur

Eschborn: Kampf den Armleuchteralgen

Mit Boot und Harke geht es im Eschborner Park gegen ungeliebte Wasserpflanzen

Eschborn -Die beiden Teiche im Süd-West Park sind eine echte Oase der Ruhe direkt am Rande der Wohntürme an der Berliner Straße und des Sportplatzes an der Zeppelinstraße. Dort, wo sich Eschborner sonst auf den Bänken rund ums Wasser niederlassen, sind gestern um kurz nach 10 Uhr derweil nur zwei Arbeiter zu sehen.

Gärtner Jürgen Sepp gleitet mit seinem Boot und einer langstieligen Harke übers Wasser und holt unerwünschte Gewächse aus dem flachen Gewässer. Sein Kollege Florian Wiedemann hat die wasserdichten Hosen angelegt und zieht im Wasser stehend die Algen ans Ufer.

Ungefähr zwei Tonnen der übelriechenden und unerwünschten Wasserpflanzen haben die beiden am Ende zusammengeklaubt. Sie kommen auf den Kompost. "Das sind Armleuchteralgen", sagt Sepp ohne aufzusehen. "Hier ist der Phosphathaushalt nicht in Ordnung", nennt der Fachmann den Grund, warum sich die Wasserpflanzen so ungehemmt vermehrt haben.

Die Teiche seien eigentlich vorbildlich gepflegt, der Sauerstoffgehalt aber leider gering. Damit das Gleichgewicht erhalten bleibt, brauche das Gewässer etwas Unterstützung. "Deshalb bringen wir nach der Reinigung einen Phosphatbinder ins Wasser. Die Mikroorganismen setzen sich mit dem Phosphat am Boden ab und helfen so den Eintrag aus Fisch- und Nilgänsekot zu neutralisieren.

100 Kilo des Granulats sind nötig, damit die beiden Tümpel bis zur nächsten Inspektion im Frühjahr in Balance bleiben. Würde nichts gemacht, sei auf kurz oder lang damit zu rechnen, dass der Teich verlandet und die Oase für Mensch und Tier verloren ist. mkn

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