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Auch sie sammelte fleißig Punkte: Monika Stanikova sprang ein und blieb an der dritten Position im Einzel sowie auch im Doppel ungeschlagen.

Tennis

Eschborn siegt wieder als Team

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Auch wenn die Hessenliga-Damen von Tennis 65 Eschborn in der Tabelle „nur“ auf Rang drei stehen, deuten die Leistungen des Teams zu Beginn der Saison auf eine Spitzenplatzierung hin.

Der Zweitplatzierte des Vorjahrs ließ am ersten Doppelspieltag einem 6:3 gegen Eintracht Frankfurt gleich zwei Siege gegen den TC Viernheim und beim TC Seeheim folgen. Zuhause gegen die Aufsteigerinnen gab es ein 7:2. Das schwierigere Spiel bestritt die Mannschaft um Top-Spielerin Jil Nora Engelmann in Seeheim und machte aus einem 3:3 nach den Einzeln in den Doppeln noch einen 6:3-Sieg.

Tennis 65 Eschborn – TC Viernheim 7:2. „Wir waren einfach sehr solide“, lobte Engelmann ihre fünf Teamkolleginnen und schloss sich dabei in gewisser Weise sogar aus. „Mein Einzel muss ich eigentlich ohne den verlorenen Tiebreak im zweiten Satz spielen“, haderte Eschborns Nummer eins nach dem 6:0, 6:7, 6:0 gegen Michelle Roth. Weil sie ihre Gegnerin im ersten Durchgang klar beherrscht hatte, ließ sie in Satz zwei nach. „Das war ein Fehler. Zum Glück konnte ich im entscheidenden Moment wieder hochschalten“, meinte die Eschborner Sprecherin.

Vier ihrer fünf Kameradinnen machten es besser und siegten in zwei Sätzen. Ohne die geschonte Nummer drei Silvia Ambrosio rückte die Slowakin Monika Stanikova auf und machte mit ihrer australischen Kontrahentin Rosie Henderson ebenso kurzen Prozess (6:3, 6:1) wie die Kasachin Alex Grinchishina, Fabienne Gettwart und Ersatzspielerin Simone Amstutz. Einzig Gina Feistel, die gegen Eintracht Frankfurt noch eine phänomenale Saisonpremiere gefeiert hatte, verlor an Position fünf gegen Lina Brandt. Das 3:6, 2:6, 3:6 war für die 15-jährige Youngsterin aber kein wirklicher Beinbruch. Beim Stand von 5:1 nach den Einzeln hatten die Eschbornerinnen auf der heimischen Sandplatzanlage an der Hauptstraße den Gesamtsieg schon sicher.

Die beiden ersten Doppel mit Grinchishina/Stanikova und Engelmann/Gettwart gewannen die Eschbornerinnen deutlich in zwei Sätzen. Feistel und Amstutz zahlten gegen Renic/Esterle Lehrgeld – 0:6, 6:4, 9:11. Die zweite, ärgerliche Dreisatz-Niederlage machte Gina Feistel im Doppel am Tag darauf wett.

Ergebnisse, Einzel: Jil Nora Engelmann – Michelle Roth 6:0, 6:7, 6:0; Alexandra Grinchishina – Stephanie Bertschmann 6:2, 6:3; Monika Stanikova – Rosie Henderson 6:3, 6:1; Fabienne Gettwart – Luciana Renic 6:0, 6:2; Gina Feistel – Lina Brandt 3:6, 6:2, 3:6; Simoine Amstutz – Antonia Esterle 6:3, 6:4. Doppel: Grinchishina/Stanikova – Roth/Bertschmann 6:4, 6:3; Engelmann/Gettwart – Henderson/Brandt 6:1, 6:1; Feistel/Amstutz – Renic/Esterle 0:6, 6:4, 9:11.

TC Seeheim – Tennis 65 Eschborn 3:6. „Es ist wirklich ein Unding, dass man ein Spiel in der Saison auf diesem Hartplatz austragen muss“, ärgerte sich Engelmann über den ungemütlichen Kunststoffbelag auf den Plätzen in Seeheim. Noch mehr ärgerte sie sich aber über die 0:6, 0:6-Niederlage gegen Satsuki Takamura. Die Japanerin schoss Eschborns Spitzenspielerin regelrecht vom Platz. „Eigentlich liegt mir dieser Belag auch“, gab Engelmann zu, „zum Glück haben wir einige College-Tennisspielerinnen dabei, die damit noch besser klarkamen. Den Punkt an Position drei bekamen die Gäste wegen einer Verletzung von Seeheims Emely Metz geschenkt. Anders als Stanikova, die kampflos gewann, mussten Grinchishina und Gettwart hart für ihre Siege arbeiten. Beide gewannen aber verdient in zwei Sätzen. „Simone hatte im dritten Satz schon Matchball“, beschrieb Engelmann die knappe Niederlage von Eschborns Nummer sechs Amstutz gegen Shirin Sabeeh – 3:6, 6:2, 6:7. Auch Feistel kassierte trotz Satzführung wieder eine Schlappe in drei Sätzen gegen die Nummer fünf der Gastgeberinnen, Felicitas Kastner – 6:2, 2:6, 3:6. „Unsere Ersatzspielerinnen hatten hinten kein glückliches Händchen“, meinte Engelmann, „dafür haben wir es als Team in den Doppeln perfekt aufgefangen“.

Wieder stellten die Tennis 65-Damen die Doppel so auf wie am Tag zuvor. Dieses Mal triumphierten alle Eschborner Paare. „Das macht uns einfach aus. Wir setzen uns zusammen, jeder sagt seine Meinung, und dann schauen wir, was am besten für die Mannschaft ist“, erklärte Engelmann. Nach dem 3:0-Lauf in den Doppeln glaubt die Sprecherin auch an den großen Wurf in der Saison 2018. „Natürlich gibt es mit Bad Homburg, Wiesbaden, Hanau und Lorsch noch starke Gegner, die wir alle noch vor uns haben“, sagte Engelmann mit Blick auf die kommenden Wochen, „wir sind aber echt gut dabei und wollen jetzt zeigen, dass es in diesem Jahr auch mit ganz oben klappen kann“.

Ergebnisse, Einzel: Satsuki Takamura – Jil Nora Engelmann 6:0, 6:0; Lisa Schulz – Alexandra Grinchishina 2:6, 1:6; Emely Metz – Monika Stanikova kampflos für Stanikova; Antonia Rieg – Fabienne Gettwart ´1:6, 4:6; Felicitas Kastner – Gina Feistel 2:6, 6:2, 6:3; Shirin Sabeeh – Simone Amstutz 6:3, 2:6, 7:6. Doppel: Takamura/Schulz – Grinchishina/Stanikova 4:6, 7:6, 4:10; Rieg/Kastner – Engelmann/Gettwart 4:6, 1:6; Emely Wiepcke/Sabeeh – Feistel/Amstutz 1:6, 4:6.

Weiter spielten: THC Hanau – TC Olympia Lorsch 5:4; Eintracht Frankfurt – Wiesbadener THC 4:5; TC Bad Homburg – TC Seeheim 8:1; TC Olympia Lorsch – Eintracht Frankfurt 3:6; TC Bad Homburg – THC Hanau 5:4; Wiesbadener THC – SC SaFo Frankfurt II 8:1. Tabelle: 1. Bad Homburg 8:0 Punkte/28:8 Matches, 2. Wiesbaden 8:0/24:12, 3. Eschborn 6:0/19:8, 4. Eintracht Frankfurt 4:4/20:16, 5. Hanau 4:4/18:18, 6. Lorsch 2:6/17:19, 7. Seeheim 0:6/7:20, 8. SaFo Frankfurt II 0:6/6:21, 9. Viernheim 0:6/5:22.

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