Vom Feuerwehrhaus in der Unterortstraße ist nicht mehr viel übrig geblieben. Die Arbeiten laufen auf Hochtouren.
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Vom Feuerwehrhaus in der Unterortstraße ist nicht mehr viel übrig geblieben. Die Arbeiten laufen auf Hochtouren.

Bauen

Feuerwehrhaus ist fast abgerissen

Auf dem Grundstück sollen Wohnungen entstehen.

Eschborn -Es war am 25. November des Jahres 1967. Um 13 Uhr gab es an der Unterortstraße ein Platzkonzert mit dem Spielmannszug der Feuerwehr Niederhöchstadt, nach 14 Uhr sprachen Bürgermeister Hans-Georg Wehrheim, Landrat Valentin Jost und Wilhelm Wollrab, der Vorsitzende der Gemeindevertretung. Für den Abend wurde noch ein "Großer Ball in der Turnhalle" angekündigt, es spielte die Trachtenkapelle "Enzian".

Man kann es heute noch an der Einladung erkennen, die Einweihung des Feuerwehrhauses war ein Tag, der den ganzen Ort berührte. Ob sich daran noch jemand erinnert, der damals dabei war und in diesen Tagen am Schauplatz des damaligen Geschehens vorbei geht? Viel übrig nämlich ist von dem einst stolz präsentierten Gebäude nicht mehr. Die Feuerwehr und der Arbeiter-Samariter-Bund sind längst ins neue Notfallzentrum umgezogen, die Abbrucharbeiten laufen auf Hochtouren.

Arbeiten erstrecken sich bis Juni

Wie Rathaus-Pressesprecherin Beate Brendel auf Anfrage dieser Zeitung berichtete, werden sich die aktuellen Arbeiten noch bis Mitte Juni erstrecken. Abgerissen ist so ein Feuerwehrhaus ja schnell, aber der Schutt muss ja auch noch weggebracht werden. Und dieser wird nicht mehr einfach in eine Müllkippe gefahren, wie es noch üblich war, als das Haus gebaut wurde. Sondern die Materialien werden möglichst sortenrein voneinander getrennt und zu einem möglichst großen Teil einer Wiederverwendung zugeführt.

Wiederverwendet werden soll natürlich auch das Grundstück. Die Stadtverordnetenversammlung hatte den Magistrat bei ihrer letzten Sitzung im Februar mit umfangreichen Prüfungen beauftragt. Kern ist dabei, dass dort Wohnungen entstehen sollen, und zwar möglichst in Form eines innovativen Projektes. Gedacht ist an ein Mehrgenerationenhaus, an Wohnungen für Senioren oder für andere Menschen mit einem besonderen Unterstützungsbedarf. Es gehe um ein Vorreiterprojekt, so damals der CDU-Fraktionsvorsitzende Markus Depping.

Die SPD, die den Antrag eingebracht hatte, konnte die Idee nicht durchsetzen, dass das Grundstück der stadteigenen GWE übertragen wird. Als Möglichkeit bleibt dieser Vorschlag aber im Prüfungsauftrag. Untersuchen soll der Magistrat auf Antrag der CDU auch, ob dort das geplante stationäre Hospiz untergebracht werden kann.

All diese Prüfungen und auch die nachfolgenden Entscheidungen dürften eine Weile in Anspruch nehmen. Eine Zwischennutzung sei nicht vorgesehen, berichtet Brendel. Die Stadt müsse das Gelände aber sichern - ob es eingezäunt werden müsse oder nicht, könne erst nach Abschluss der Abbrucharbeiten entschieden werden. "Wir müssen sehen, wie es dann aussieht", so Brendel. bt

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